In festlichem Rahmen wurden am Freitagabend im Hotel Hansen in Rendsburg 17 junge Handwerkerinnen und Handwerker offiziell in den Gesellenstand erhoben. Robert Brodersen, Obermeister der Fachinnung für Kälte- und Klimatechnik Schleswig-Holstein, sprach die Fachkräfte feierlich von ihren Lehrlingspflichten frei. Nach regulär dreieinhalb Jahren Lehrzeit dürfen sich die ex-Azubis nun Mechatroniker für Kälte- und Klimatechnik nennen. Brodersen lobte in seiner Ansprache den Fleiß, die Ausdauer und das große handwerkliche Geschick der neuen Fachkräfte.
Zentral für Nachhaltigkeit
Die Bedeutung des Berufsstandes hob auch Björn Felder, Präsident des Verbandes Handwerk Schleswig-Holstein, hervor: „Sie sind ein zentraler Hebel für Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Die Kälte- und Klimatechnik zählt zu den Schlüsselbranchen für Innovation und Energiewende.“ Künstliche Intelligenz sei in diesem Berufsfeld keine Bedrohung, sondern vielmehr eine Unterstützung.
Einen weiteren Akzent setzte Michael Sievers, Abteilungsleiter der Landesberufsschule am Nord-Ostsee-Kanal. Unabhängig davon, wie sich das Klima entwickle, würden Fachkräfte aus der Kälte und Klimatechnik dringend gebraucht. Gefragt seien Menschen, die anpacken und Verantwortung übernehmen – genau das, was dieses Land benötige.
Obermeister Brodersen unterstrich zudem die hohen Anforderungen des Berufs. Umfangreiche Anwendungen sowie fundierte Kenntnisse in Thermodynamik, Elektrotechnik, Umwelt- und Sicherheitsstandards sowie gesetzlichen Vorgaben machen die Ausbildung besonders anspruchsvoll. Einsatzgebiete finden sich unter anderem bei Kühlsystemen in der Lebensmittelproduktion, im Lebensmittelhandel, in der Gebäudeklimatisierung und in Serverräumen.