Baugewerbe-Innung für den Kreis Segeberg

"Wir brauchen Sie"

Traditionelle Freisprechungsfeier der Baugewerbe-Innung für den Kreis Segeberg am 09.07.2021

„Wir brauchen Sie“; mit diesen Worten begrüßte Obermeister Jörg Specht die neuen Junggesellen zur diesjährigen Freisprechungsfeier am 09.07.2021 im Aus- und Fortbildungszentrum Bau in Bad Segeberg.

„Sie haben sich einen großartigen Beruf ausgesucht, der Ihnen ein sicheres Fundament für Ihr Leben gibt. Sie werden immer sehen können, woran Sie gearbeitet haben und welchen Erfolg Sie Tag für Tag erreicht haben. Zu sehen, was man vollbracht hat, ist etwas, das für große Zufriedenheit sorgt“, so Specht. „Das Bauhandwerk befindet bzw. steht vor einem Generationswechsel. Nutzen Sie diese Chance für ihr berufliches wie persönliches Weiterkommen. Die Türen stehen Ihnen offen“, so Specht weiter.

Insgesamt 17 Zimmerer, 9 Maurer, 2 Hochbau- und 3 Ausbaufacharbeiter wurden feierlich von Ihrer Lehrzeit freigesprochen.

Innungsbester Maurer wurde Magnus Thies Grell vom Betrieb Johannes Specht aus Bad Segeberg.

Aus den Reihen der Zimmerer wurde Fynn Görling vom Betrieb Hippe Inh. Frank Mühlenberg aus Schmalensee für seine gute Prüfungsleistung besonders geehrt.

Foto:

Maurer:

v.l. Prüfungsausschussmitglieder Thomas Puls und Thomas Nehrmann, freigesprochenen Maurer und Ausbildungsmeister Bruno Deutschmann (Mitte h.R.)

Freigesprochenen Zimmerer mit Ausbildungsmeister Sven-Ole Bastian (Mitte h.R.)


VR-Förderpreis Handwerk

Fa. Hamdorf Holzbau GmbH & Co. KG aus Fahrenkrug ausgezeichnet

Die Volksbanken Raiffeisenbanken in Schleswig-Holstein haben in Kooperation mit der Handwerkskammer Schleswig-Holstein zum 19. Mal den hochdotierten VR-Förderpreis Handwerk verliehen. Insgesamt erhalten die Gewinner 15.000 Euro Preisgeld. Schirmherr des Preises ist Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz.

Die aus Vertretern der Handwerkskammer Schleswig-Holstein, des Wirtschaftsministeriums sowie der Volksbanken Raiffeisenbanken bestehende Jury hat in diesem Jahr aus den 36 eingegangenen Bewerbungen drei Gewinner des diesjährigen VR-Förderpreises Handwerk ausgewählt.

Auf den ersten Platz wählte die Jury die Hamdorf Holzbau GmbH & Co. KG aus Fahrenkrug, die sich über ein Preisgeld in Höhe von 7.000 Euro freuen darf. Das Unternehmen wurde für seine Leistungen im Bereich der Digitalisierung, beispielsweise für die Einführung eines Prozessmanagements, eines einheitlichen ERP-Systems, für die Digitalisierung der Produktion sowie für sein Ressourcen-Management und seine Nachhaltigkeit ausgezeichnet.

Der mit 5.000 Euro dotierte zweite Platz geht an den Landbäcker aus Borgsum, der moderne, energiesparende Geräte erfolgreich mit alter Handwerkstradition verbindet.
Platz 3 beim diesjährigen Wettbewerb belegt die Friedrich Schütt + Sohn Baugesellschaft mbh & Co. KG aus Lübeck, die sich über ein Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro freuen darf. Das Unternehmen hat ein Berufsorientierungs-Mobil ins Leben gerufen.

Auch in diesem Jahr war Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz Schirmherr des Wettbewerbs:

„Der VR-Förderpreis Handwerk und die zahlreichen Bewerbungen zeigen, wie modern, innovativ und kreativ das schleswig-holsteinische Handwerk ist. Das ist gerade in einem Jahr wie 2020 besonders wichtig. Die Digitalisierung hat in allen Bereichen einen Schub bekommen, auch im Handwerk, und der Hauptpreisträger heute ist ein Beispiel dafür, dass die Digitalisierung von Prozessen und digitales Management auch in Handwerksunternehmen wichtig ist“, so Buchholz. Minister Dr. Buchholz dankte den Volksbanken und Raiffeisenbanken in einer Videobotschaft dafür, mit dem VR-Förderpreis Handwerk eine Plattform geschaffen zu haben, die das schleswig-holsteinische Handwerk in all seinen innovativen und interessanten Ausprägungen präsentiert.

Am Mittwoch überreichte Ingo Päschke, Mitglied des Vorstandes der Raiffeisenbank eG, Leezen, den Gewinnerscheck gemeinsam mit Ulf Paetau, Pressesprecher der VR-Banken in SH, an die Hamdorf Holzbau GmbH & Co. KG. „Seit fast zwei Jahrzehnten würdigen wir mit dem VR-Förderpreis herausragende Leistungen. Das Handwerk ist das Herz der schleswig-holsteinischen Wirtschaft – und wir sind die starken Partner an der Seite der Betriebe“, sagte Paetau.

Auch Jörn Arp, Präsident der Handwerkskammer Schleswig-Holstein, freute sich über die hohe Zahl an Bewerbungen, die auch qualitativ überzeugt hätten. „Das Handwerk beweist auch in der aktuellen Krise mal wieder seine Festigkeit. Und es beweist, dass die Produkte und Dienstleistungen, für die die Handwerksbetriebe im Land stehen, unverzichtbar sind. Ich freue mich für die drei Gewinner. Die mediale Aufmerksamkeit, die dieser Preis seit vielen Jahren erzeugt, ist für das Image des Handwerks sehr wichtig. Denn hier wird gezeigt, wie modern, aber auch traditionsbewusst im Handwerk gearbeitet wird.

Die Baugewerbe-Innung für den Kreis Segeberg und die Kreishandwerkerschaft Mittelholstein gratulieren der Fa. Hamdorf Holzbau GmbH & Co.KG zu diesem tollen Preis.


Das Bauhandwerk bietet glänzende Berufsperspektiven

Bad Segeberg – Das Bauhandwerk hat nicht nur goldenen Boden, es bietet jungen Menschen auch den perfekten Einstieg in das Berufsleben. „Ob Maurer, Betonbauer, Zimmermann oder Straßenbauer, wir decken viele verschiedene Bereiche ab, in die junge Menschen ihre Fähigkeiten und Talente einbringen können“, erklärt der Obermeister der Bauhandwerker-Innung, Jörg Specht. Doch das ist längst nicht alles, was für eine Ausbildung im Bauhandwerk spricht: Alle Azubis erhalten eine fundierte Ausbildung, die sie in Theorie und Praxis optimal auf das spätere Berufsleben vorbereitet. „Wir vermitteln den jungen Leuten das nötige Rüstzeug, um später im Beruf erfolgreich zu sein“, versichert Specht. Auch die Karrierechancen nach der erfolgreich bestandenen Ausbildung sind glänzend: Die Profis von morgen können sich durch Zusatzqualifikationen zum Vorarbeiter und Polier fortbilden, die Meisterschule besuchen oder Bautechniker werden. Eine eigene Firmengründung oder die Übernahme eines bestehenden Betriebs sind weitere, attraktive Perspektiven. „Aktuell sind im Baugewerbe noch Ausbildungsplätze verfügbar“, verrät Specht. Schnellentschlossene können sogar noch im laufenden Jahr auf den Ausbildungszug aufspringen. Unter www.handwerk-mittelholstein.de/bildung stellen sich die verschiedenen Gewerke des Bauhandwerks eingehend vor und geben einen guten Einblick in ihr Tätigkeitsfeld. Ebenso sind alle freien Ausbildungsplätze auf der Homepage einsehbar. Darüber hinaus veranstaltet das Berufsbildungszentrum Bad Segeberg einmal im Jahr einen Informationstag, in dessen Rahmen sich alle interessierten Jugendlichen eingehend über das Baugewerbe und seine vielfältigen Möglichkeiten informieren können. In direkter Nachbarschaft des Berufsbildungszentrums befindet sich auch das überbetriebliche Ausbildungszentrum der Innung – eine hochmoderne Bildungseinrichtung, die Obermeister Jörg Specht zu Recht als modernste ihrer Art in ganz Norddeutschland bezeichnet. „Die Qualität und die Ausbildungsstandards sind schon beeindruckend.“ Dies gilt im Übrigen auch für das Einkommen im Bauhandwerk, denn dort sind die Löhne und Gehälter aktuell auf einem sehr hohen Niveau. Es gibt also viele Argumente, die für eine Ausbildung im Bauhandwerk sprechen.



„Und wenn das Licht angeht…“

11 Jungen und Mädchen zwischen 9 und 12 Jahren haben dieses Jahr im Rahmen der Ferienspaßaktion Handwerk in der Überbetrieblichen Ausbildungsstätte Bau in Bad Segeberg eine eigene bunt verzierte Plexiglas-Leuchte gebaut.

Organisiert wurde die Aktion von der Kreishandwerkerschaft Mittelholstein in Kooperation mit der Baugewerbe-Innung für den Kreis Segeberg, der Innung der Elektrohandwerke für den Kreis Segeberg und der Glaser-Innung Schleswig-Holstein.

„Reinhard, kannst Du mir mal kurz helfen“, fragt Janus Elektrotechnikermeister Reinhard Schweim, der Janus dabei unterstützt die Silikonschlange auf die Plexiglasröhre aufzubringen, damit danach die Minimosaikfliesen für eine bunte Leuchte aufgeklebt werden können. Die Kinder gestalteten auf Ihren Leuchten wahre kleine Kunstwerke, sei es mit  Vereinslogos von Fußballvereinen, den eigenen Initialen oder selbst ausgedachten bunten Mustern. „Ich schenke die Lampe meinem Papa“, erklärt Finn stolz. Die Kinder lernten nicht nur mit Holz, Zollstock, und Schraubendreher zu arbeiten; Nein, auch das Elektrikerhandwerk stand ganz weit vorne. Reinhard Schweim baute mit den Kindern die LED-Leuchte samt Kabel, Schalter und Steckdose  in die vorher gemeinsam zusammen gebaute Leuchten-Halterungskonstruktion ein. Wer sich traute durfte sogar den Lötkolben selbst bedienen. Fachmännisch fragte Jordan seinen Freund Finn „Schon auf 12 Volt eingestellt?“ Die Kinder hatten viel Spaß bei der Sache, arbeiteten konzentriert und sorgfältig und waren zu guter Letzt sehr stolz auf ihre individuellen handwerklichen Kunstwerke. Nach dem Mittagsgrillen probierten sich alle an dem Aufbau der „Da-Vinci-Brücke“, eine Holzbrückenkonstruktion, die ganz ohne Schrauben zusammenhält. Natürlich kletterten alle Kinder auch über die Brücke, um die Stabilität zu testen. „Im nächsten Jahr kommen wir gerne wieder“, so der Tenor der kleinen Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Impressionen Ferienspaßaktion in Segeberg


„Einladung zum Verweilen…“

Projektarbeit des 2. Lehrjahres im Zimmererhandwerk

„Gönnen Sie sich eine Pause, genießen sie Ihr Eis oder einfach nur den Moment,“ handwerk-mittelholstein.de und das organisierte Handwerk im Kreis Segeberg laden Sie recht herzlich ein zum Verweilen in unserer Lounge vor dem Gebäude der Kreishandwerkerschaft Mittelholstein in der Hamburger Straße 24, Bad Segeberg ein. 

Die Lounge ist eine Projektarbeit der Auszubildenden des 2. Lehrjahres des Zimmererhandwerks der Baugewerbe-Innung für den Kreis Segeberg. Zusammen mit Ausbildungs- und Zimmerermeister Sven-Ole  Bastian haben die Auszubildenden geplant, kalkuliert, gezeichnet und gezimmert. Das Ergebnis sehen und testen Sie bitte selbst! 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.


Ausbildungsumfrage im dritten Lehrjahr

Die genaue Auflistung finden Sie im internen Bereich im Ordner "Allgemeines"


Geselle - und was nun?

Neun oder 10 Jahre Schule hat man hinter sich gebracht, danach drei Jahre Lehre mit Betrieb und Berufsschule, als „erwachsen“ gilt man mittlerweile auch schon… Die letzten Prüfungen, die Freisprechungsfeier – etwas altmodisch mit brennenden Kerzen, der offenen Lade – und dann: So etwas, wie ein Loch!
Bis jetzt hat man sich in der Schule von Zeugnis zu Zeugnis weitergetastet, immer in Angst vor der Ehrenrunde… In der Lehre die Jahre gezählt, die ja angeblich keine Herrenjahre seien sollen. Und jetzt, alles vorbei, Gesellenbrief in der Hand, wenn man sich nicht ganz blöd angestellt hat, wurde man vom Betrieb übernommen. 
Klar, der Lohn stimmt jetzt, vor allem, wenn man ihn mit der Ausbildungsvergütung vergleicht, aber die Ansprüche wachsen ja auch: Neues Auto, eigene Wohnung, in die man mit der Freundin zusammen einziehen kann oder eben jederzeit „sturmfreie Bude“ hat. Manch einem macht auch die Ziellosigkeit Kopfzerbrechen: „Das soll ich jetzt 40 Jahre lang genauso weitermachen?“ 

40 Jahre so weitermachen?
Wir haben mit einem gesprochen, der das alles hinter sich hat, Johannes Specht, Geschäftsführer der Firma JS-Specht Bau in Bad Segeberg. Der 27-jährige beendete die Realschule in St. Peter-Ording, erwarb danach in Lübeck die Fachhochschulreife und begann dann eine Ausbildung zum Maurer. Der nächste Schritt war für ihn die Meisterschule, die er als Maurer- und Betonbauermeister abschloß. Da ihm das auch noch nicht ausreichte, studierte er in Lübeck noch Architektur um danach das Familienunternehmen als sechste Generation zu übernehmen.
„Nachdem ich die Fachhochschulreife in der Fachrichtung Bautechnik begann, war für mich klar, dass ich in die elterliche Firma einsteigen und Theorie und Praxis von der Pike auf lernen wollte.“, erzählt er.
Wer als Geselle im Bauhauptgewerbe arbeiten wolle, hätte derzeit gute Chancen, mit einem Stundenlohn von rund 15-19 Euro könne man rechnen. Allerdings seien auch die körperlichen Anforderungen immer noch hoch. Zwar müsse heutzutage niemand mehr schwere Balken oder Steine mit Muskelkraft zur Hochstrecke bringen, sodass der Beruf an sich auch für Frauen geeignet sei, aber mit zunehmendem Alter hätte die Arbeit bei Wind und Wetter doch Folgen für Rücken und Gelenke. Specht rät seinen jungen Kollegen, sich zunächst zum Vorarbeiter hochzuarbeiten und dann einen Kurs zum geprüften Polier oder Werkpolier zu belegen. Das geht in Voll- oder Teilzeit, hier werden Vorschriften zur Arbeitssicherheit, Personalbetreuung und fachliche Kompetenzen intensiviert.

Meister werden – Selbstständig sein
Der nächste Schritt auf der Karriereleiter wäre dann die Ausbildung zum Meister. Auch dies ist in Voll- oder Teilzeit möglich. Mit einem Jahr muss man bei der Vollzeitvariante rechnen, da entfällt natürlich der Lohn, aber Leistungen nach dem Bundes- Ausbildungs- und Förderungsgesetz sind möglich. Wer als Innungsbester seine Ausbildung abschloß, kann auch eine Förderung durch die Handwerkskammer bekommen. In Teilzeit, Abends und am Wochenende dauert die Ausbildung drei Jahre, mit Sicherheit eine Ochsentour, aber dafür läuft der Lohn weiter.
In den meisten Handwerksberufen ist der Meister Voraussetzung für den Schritt in die Selbstständigkeit. Mit einer guten Idee, Flexibilität und natürlich viel Leistung kann man sich am Markt etablieren.
Überlegenswert wäre auch, nach der Ausbildung die Fachhochschulreife nachzuholen und ein Studium zum Bauingenieur im Hoch- und Tiefbau oder der Architektur zu beginnen. Solange man noch keine Familie zu versorgen hat, reicht das BaFÖG aus und in den Semesterferien kann man die Kasse duch Arbeit im erlernten Beruf gut auffüllen. 

Dazwischen – der Techniker
Für eher theoretisch interessierte gäbe es im Baugewerbe auch den Bautechniker als Bindeglied zwischen der Polier- und der Meisterebene.
Für welchen Weg sich man auch immer entscheide, meint Johannes Specht, wichtig sei, dass Handwerker das ausführen können, was andere sich nur mehr oder weniger vage vorstellen und planen.  Ohne Handwerker stünde kein Haus, würde keine Straße befahrbar sein, käme kein Wasser aus dem Hahn und kein Strom aus der Steckdose. Und dann würde auch das neueste IPhone mit den tollsten Apps nicht weiterhelfen.

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