Baugewerbe-Innung für den Kreis Segeberg

Folgen Sie Ihrem Talent – nicht dem Trend!

Traditionelle Freisprechungsfeier am 28.07.2017

Im Rahmen der Freisprechungsfeier wurden am 28. Juli 2017 19 Zimmerer- und 7 Maurerlehrlinge sowie 3 Ausbaufacharbeiter von Ihrer 3jährigen bzw. 2jährigen Lehrzeit freigesprochen. Innungsbester bei den Zimmerern wurde Torge Pflugshaupt aus Weede ( Fa. Meineke Holzbau GmbH & Co.KG, Bad Segeberg) und bei den Maurern Fynn Ole Duus aus Schackendorf (Fa. Birger Bach, Schackendorf).  200 Gäste wohnten der Feierstunde in der Überberieblichen Ausbildungsstätte in Bad Segeberg bei.

„Folgen Sie Ihrem Talent – nicht dem Trend!“, diesen Rat gab Obermeister Jörg Specht allen frischgebackenen Junggesellen des Bauhandwerks Segeberg mit auf den Weg. „Das Bauhandwerk bietet allen Talenten ein tolle Zukunftsperspektive. Nutzen sie daher ihre individuellen Begabungen und verbessern sie sich in den Bereichen, wo ihre Talente liegen. Auch hier gilt, bei allem Talent kommt natürlich nur der weiter, der beharrlich trainiert und sich somit weiterentwickelt“, so Specht.

Maike Moser, Geschäftsführerin der Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft des Kreises Segeberg, ermunterte die Junggesellen in der Region zu bleiben. Der Kreis Segeberg ist attraktiv und gebaut wird auch hier.

Der traditionelle Richtspruch zur Eröffnung sowie das Zimmererklatschen der Lehrlinge rundeten die Veranstaltung ab. 

Weitere Bilder der Freisprechungsfeier finden Sie in der Bildergalerie (diese befindet sich im unteren Teil dieser Seite). 

Impressionen Freisprechung 2017


Besuch einer Delegation aus dem Kreis Drawsko Pomorskie

in der überbetrieblichen Ausbildungsstätte der Baugewerbe-Innung f. d. Kreis Segeberg

Am 11.07.2017 besuchte eine Delegation aus dem Kreis Drawsko Pomorskie in Polen gemeinsam mit dem stellvertretenden Landrat des Kreises Segeberg, Klaus-Peter Dieck, und dem Beauftragten des Kreises für Paten- und Partnerschaften, Herrn Rüdiger Jankowski die überbetriebliche Ausbildungsstätte der Baugewerbe-Innung des Kreises Segeberg. 

Die Delegation bestand aus dem Landrat, dem Kreispräsidenten des Kreises Drawsko Pomorskie, zwei Schulleitern sowie Verwaltungsmitarbeitern und Ausschussmitgliedern. Besonderes Interesse hatten die Besucher an dem dualen Ausbildungssystem, den Ausbildungsinhalte und der praktischen Umsetzung der handwerklichen Ausbildung in Deutschland. Es kam zu angeregten Gesprächen über die Problematik des Fachkräftenachwuchses vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, der sich sowohl in Deutschland, als auch in Polen bei den Betrieben bemerkbar macht. Vor der deutsch-polnischen Diskussionsrunde unternahm die Besuchergruppe gemeinsam mit Obermeister Jörg Specht und Ulrike Petter von der Kreishandwerkerschaft Mittelholstein einen Rundgang durch die Ausbildungshallen der überbetrieblichen Ausbildungsstätte. Ausbildungsmeister Bruno Deutschmann (Bereich Maurer) und Ausbildungsmeister Joachim Püst (Bereich Zimmerer) erläuterten den interessierten Zuhörern die Ausbildungsinhalte und den allgemeinen Ablauf der Ausbildung in der überbetrieblichen Ausbildungsstätte. Thema waren auch der Gesellenbrief und der Meisterbrief und deren Stellenwert im In- und Ausland sowie die Regelungen für die Ausübung zulassungspflichtiger Handwerke. 

Die Baugewerbe-Innung für den Kreis Segeberg hat sich über den Besuch der Delegation aus Drawsko Pomorskie sehr gefreut und konnte viele interessante Aspekte aus der Diskussion mitnehmen. 


Hilfe bei der Suche nach dem Ausbildungsplatz im Bauhauptgewerbe

Die Innung des Baugewerbes Neumünster, die Baugewerbe-Innung f. d. Kreis Segeberg und der Baugewerbeverband unterstützen vor Ort

Bereits in einigen Wochen beginnt das neue Ausbildungsjahr. Diejenigen, die noch keinen Ausbildungsvertrag abgeschlossen haben, aber Interesse an einer Berufsausbildung in der Bauwirtschaft haben, finden Unterstützung über die Innung des Baugewerbes Neumünster, die Baugewerbe-Innung f. d. Kreis Segeberg und beim Baugewerbeverband chleswig-Holstein in Kiel.

„Die Baubranche bietet eine Vielzahl von Ausbildungsberufen, die für junge Frauen und Männer attraktiv sind“, sagt BGV-Geschäftsführer Jan Jacobsen. Insgesamt bilden in Deutschland über 14.594 (Stand 31.12.2016) zumeist inhabergeführte mittelständische Betriebe in einem oder mehreren der 18 Berufe im Hoch-, Tief- oder Ausbau aus. In Schleswig-Holstein sind es mehr als 1.000 Ausbildungsbetriebe.

Obwohl deutschlandweit jährlich viele Lehrlinge ihre Ausbildung erfolgreich abschließen, mangelt es auf den Baustellen an ausgebildeten Fachkräften. (11.282 Auszubildende waren Ende 2016 im dritten Ausbildungsjahr.) „Die Branche ist besorgt über den Ausfall an Fachkräften, da mehr Beschäftigte das Rentenalter erreichen, als junge Fachleute nachrücken“, sagt Jacobsen. Verschärft wird die Lage dadurch, dass die Bauwirtschaft boomt. Derzeit sind alleine in der Jobbörse der SOKA-BAU (Sozialkassen der Bauwirtschaft) rund 37.000 freie Stellen in der Baubranche gelistet.

„Wir müssen dem Nachwuchs vermitteln, dass die Berufe in der Baubranche komplex und attraktiv sind“, sagt Jacobsen. Zu lange habe man das öffentliche Image dieser Berufe vernachlässigt. Dabei haben moderne Techniken und Materialien das Berufsbild in vielen Bereichen nachhaltig verändert. Neue Verfahren, wie das energieeffiziente Bauen oder die Digitalisierung, machen diesen Wirtschaftszweig sehr modern, vielseitig und faszinierend anspruchsvoll. Bei der Kombination aus Handwerk und Hightech ist jetzt Fachwissen gefragt, aber auch klassisches Anpacken.

„Wir wissen aus Befragungen auch, dass die jungen Menschen heute auf Karriere durch Weiterbildung setzen“, sagt Jacobsen. Mehr als die Hälfte der befragten Auszubildenden und der Junggesellen strebten die Meisterprüfung an, jeweils rund ein Drittel wolle Polier werden oder plane ein anschließendes Studium im Baubereich. Die guten Aufstiegschancen und Weiterbildungsmöglichkeiten im Baugewerbe machen es zudem möglich, später einen eigenen Betrieb zu führen.

Eine aktuelle Studie der SOKA-Bau und des FAZ-Instituts hat gezeigt, dass die Jugendlichen, die sich für eine Ausbildung in einem der 18 Berufe am Bau entschieden haben, mit ihrer aktuellen Berufsausbildung am Bau zufrieden (93,5 %) sind, ein Viertel von ihnen gab an, sogar sehr zufrieden (24,8 %) zu sein.

Sie suchen noch einen Ausbildungsbetrieb in oder um Neumünster oder im Kreis Segeberg? Schauen Sie in unsere Ausbildungsplatzbörse oder rufen Sie uns an: 04321/60 88 0 (Innung des Baugewerbes Neumünster) oder 04551/ 99 68 0 (Baugewerbe-Innung f. d. Kreis Segeberg).


Vom Lehrling zum Chef

Aus- und Fortbildung in den Bauberufen

Am Bau werden dringend Auszubildende gesucht, um den künftigen Bedarf an Fachkräften decken zu können. Insgesamt bilden über 16.000 Betriebe in den zahlreichen Berufen des Baugewerbes aus. Wer weiterhin möchte, dass das Handwerk zukunftsfähig aufgestellt ist, hält gut ausgebildete Fachkräfte vor. Die Baubranche bietet eine Vielzahl von attraktiven Ausbildungsberufen, Aufstiegschancen und Weiterbildungsmöglichkeiten bis hin zum eigenen Betrieb.

Innungen, Handwerkskammern, Baugewerbeverbände, SOKA-Bau und weitere Partner machen gezielt Marketing, um Schüler für die Ausbildung am Bau zu gewinnen. Ein Beispiel ist das von BMWI und der EU geförderte Programm „Passgenaue Besetzung“, mit dem auch die Handwerkskammern in Schleswig-Holstein kleine und mittlere Unternehmen bei der passgenauen Besetzung von Ausbildungsplätzen und der Integration von ausländischen Fachkräften unterstützen.

Erfolgsmodell duale Berufsausbildung

Bildung „Made in Germany“ und vor allem das duale Berufsausbildungssystem in Deutschland genießen weltweit einen guten Ruf. Das duale System trägt entscheidend zur wirtschaftlichen Stärke bei und bewirkt auch, dass Deutschland eine sehr geringe (Jugend-)Arbeitslosigkeit innerhalb der Europäischen Union vorweisen kann. Der Erfolg liegt mit daran, dass das System historisch gewachsen ist, in der Gesellschaft akzeptiert und von vielen Akteuren mitgetragen wird.

Ende 2016 waren laut ULAK im Baugewerbe deutschlandweit (ohne Berlin) 35.747 Ausbildungsverhältnisse registriert.

Kennzeichnend für das duale System ist die Ausbildung im Betrieb ergänzt durch die Berufsschule, wodurch eine praxisnahe und theoretisch fundierte Ausbildung gewährleistet wird und zwar nach bundeseinheitlichen Standards. Die Sicherung der Ausbildungsfähigkeit von Unternehmen, die Überwachung der betrieblichen Ausbildung und die Durchführung der Prüfungen obliegen den Kammern.

StudiLe Studium mit integrierter Lehre

Vor dem Hintergrund des Bedarfs an Fach-und Führungskräften sowie Betriebsnachfolgern ist 2004 das Ausbildungsprogramm StudiLe von der Handwerkskammer Lübeck gemeinsam mit der Fachhochschule Lübeck und weiteren Partnern ins Leben gerufen worden. Es ermöglicht eine handwerkliche Lehre in Verbindung mit einem Studium in den Bereichen Bauwesen, Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik. „Mittlerweile haben wir jährlich rund 30 bis 40 neue Teilnehmer, im Baubereich sind es rund 20“, sagt Projektkoordinator Marc Lode von der Handwerkskammer Lübeck.

Im Fachbereich Bauwesen werden passend zur Lehre in einem Bauberuf zwei verschiedene Studienmöglichkeiten angeboten: der Bachelor-Studiengang Architektur mit 6 Semestern und der Bachelor-Studiengang Bauingenieurwesen mit 7 Semestern Studienzeit. Nach Abschluss von StudiLe hat der Absolvent einen Doppelabschluss mit Gesellenbrief und Bachelor.

Bei StudiLe werden Praxis und Theorie optimal miteinander verbunden. Die Ausbildung erfolgt an den drei Lernorten Betrieb, Berufsschule und Hochschule. Betriebe profitieren von sehr gut ausgebildeten Fach- und Führungskräften und die Absolventen von den Berufs- und Karrierechancen.

Qualifizierung zum Technischen Betriebswirt

Inhaber oder Geschäftsführer von Baubetrieben suchen häufig motivierte Auszubildende, auch in der eigenen Familie, die sie als Führungskraft oder Nachfolger aufbauen können. Hier setzt der Lehrgang zum Technischen Betriebswirt an, der speziell auf die Bedürfnisse von kleinen und mittleren Unternehmen zugeschnitten ist. Er verbindet die handwerkliche Ausbildung mit einer betriebswirtschaftlichen Zusatzqualifikation, wird parallel zur Ausbildung absolviert und schließt mit einer Kammerprüfung ab. Das Fortbildungszentrum der Handwerkskammer Lübeck bietet den Lehrgang seit 2006 an.

Aufstiegsfortbildung in der Bauwirtschaft

Ausgehend von der Berufsausbildung haben die Sozialpartner in der Bauwirtschaft eine Aufstiegsfortbildung durch Tarifverträge und gesetzliche Verordnungen geregelt. Dabei erwirbt der Mitarbeiter Praxiserfahrung auf der Baustelle und besucht in den Wintermonaten Lehrgänge. Auf diesen kann er sich zum Vorarbeiter, Werkpolier oder Geprüften Polier weiterqualifizieren.

Herzstück des Handwerks: Meisterprüfung

Es bringt viele Vorteile mit sich, nach der Gesellenprüfung noch den Meistertitel zu machen. Der Titel ist für jeden Betrieb ein gutes Aushängeschild und genießt auch international hohe Wertschätzung bei Kunden. In einem zulassungspflichtigen Beruf ist der Meistertitel Voraussetzung, um sich selbst¬ständig zu machen und Lehrlinge ausbilden. Auch für die Karriere mit Betriebsübernahme, Firmengründung, Führungsposition oder Studium bietet der Meister das beste Fundament.

Der Weg zum Meister erfolgt Schritt für Schritt. Voraussetzung zur Zulassung ist eine bestandene Gesellenprüfung, bei einem fachfremden Meister braucht man Berufser¬fahrung. Die Handwerkskammern Flensburg und Lübeck geben gerne Auskunft.

Die Meisterprüfung gliedert sich in vier selbständige Teile in den Bereichen Fachpraxis, Fachtheorie, Wirtschaft/Recht sowie Berufs-/Arbeitspädagogik. Die Handwerkskammern bieten berufsbegleitend oder in Vollzeit entsprechende Vorbereitungskurse an. In Schleswig-Holstein haben in den vergangenen zwei Jahren 60 Maurer und Zimmerer ihre Meisterprüfung bestanden.

Quelle: BGV SH


Das Holzbauzentrum Nord

Kompetenz in Sachen Holzbau

Mit dem Holzbauzentrum Nord (HBZ*Nord) besteht erstmals eine Beratungs- und Kompetenzstelle, die mit einem umfassenden Programm den Holzbau fördert.

Es bietet holzverarbeitenden Betrieben, Zimmereien, Dachdeckereien, Architektur- und Ingenieurbüros, Sachverständigen, Bauherren und Investoren breite, fachtechnische Unterstützung und verknüpft diese zu einem leistungsstarken Netzwerk.

Das Holzbauzentrum Nord (HBZ*Nord) ist eine Initiative des Baugewerbeverbandes Schleswig-Holstein, der Landesregierung sowie des Landesbeirates Forst- und Holzwirtschaft für Schleswig-Holstein und Hamburg. 

Das HBZ*Nord hilft dort weiter, wo für die Initiierung, Planung und erfolgreiche Umsetzung von Holzbauwerken Fachwissen und individuelle Beratungsleistung gefragt sind. Dazu zählen bauphysikalische, konstruktive oder statische Fragestellungen, Eigenschaften und Verwendung von Bauprodukten, Normenauskünfte, baurechtliche Belange und Sachverständigenwesen. Es arbeitet neutral und interessenübergreifend.

Das Holzbauzentrum Nord verfügt über ein Netzwerk von Holzbauexperten und Sachverständigen aus unterschiedlichen Disziplinen des Bauwesens, deren Wissen stets auf dem aktuellen Stand ist. Dadurch wird das HBZ*Nord zu einer einzigartigen Drehscheibe für Fortbildungen, Informationen und Dienste in Sachen Holzbau. 

Weitere Informationen erhalten Sie in dem Flyer

Nutzen Sie dieses Angebot zu Ihrem Vorteil und nehmen Sie bei Interesse unter Kontakt auf.



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