Baugewerbe-Innung für den Kreis Segeberg

"Stein auf Stein"

Traditionelle Freisprechungsfeier der Baugewerbe-Innung für den Kreis Segeberg am 26.07.2019

„Stein auf Stein“; unter  diesem Motto begrüßte Obermeister Jörg Specht am 26.07.2019 die Junggesellen, Ausbildungsbetriebe, Prüfungsausschüsse, Lehrer, Eltern und Gäste zur Freisprechungsfeier 2019 in der Abbundhalle der ÜAS Bau in Bad Segeberg.
17 Zimmerer, 5 Maurer, 3 Hochbau- und 7 Ausbaufacharbeiter wurden feierlich  frei gesprochen. „Sie alle haben sich in Ihrer Ausbildungszeit etwas aus einzelnen Steinen aufgebaut“, so Obermeister Specht, „darauf können und sollten Sie sehr stolz sein“. Natürlich fehlten auch der traditionelle Zimmermannsklatsch und der Richtspruch nicht.
Innungsbester Maurer wurde Thomas Seidel, Glasau (Ausbildungsbetrieb Schramm, Quaal).

Aus den Reihen der Zimmerer wurde Ole Jonathan Studtfeld, Reinfeld (Ausbildungsbetrieb Gehrt & Niquet, Altengörs) für seine gute Prüfungsleistung besonders geehrt. Herr Studtfeld hat auf Grund von guten Leistungen seine Gesellenprüfung bereits im Januar 2019 abgelegt.

„Sie haben sich einen tollen Beruf ausgesucht, der Ihnen ein sicheres Fundament für Ihr Leben gibt. Sie werden immer sehen können, woran Sie gearbeitet haben und welchen Erfolg Sie Tag für Tag erreicht haben. Zu sehen, was man vollbracht hat, ist etwas, das für große Zufriedenheit sorgt“, so Specht weiter.
Auch die Bürgervorsteherin der Stadt Bad Segeberg, Frau Monika Saggau gratulierte den frisch gebackenen Junggesellen mit ihrem Grußwort  im Namen der Stadt Bad Segeberg.
Besonderen Dank richtete Obermeister Jörg Specht an die Sponsoren Hass und Hatje, DEG Dachdecker-Einkauf und Gummi Hamann, die die Feierlichkeit mit tollen Präsenten für die Junggesellen unterstützt haben.

Impressionen der Freisprechungsfeier


Ferienspaßaktion 2019

„Und wenn das Licht angeht…“

11 Jungen und Mädchen zwischen 9 und 12 Jahren haben dieses Jahr im Rahmen der Ferienspaßaktion Handwerk in der Überbetrieblichen Ausbildungsstätte Bau in Bad Segeberg eine eigene bunt verzierte Plexiglas-Leuchte gebaut.

Organisiert wurde die Aktion von der Kreishandwerkerschaft Mittelholstein in Kooperation mit der Baugewerbe-Innung für den Kreis Segeberg, der Innung der Elektrohandwerke für den Kreis Segeberg und der Glaser-Innung Schleswig-Holstein.

„Reinhard, kannst Du mir mal kurz helfen“, fragt Janus Elektrotechnikermeister Reinhard Schweim, der Janus dabei unterstützt die Silikonschlange auf die Plexiglasröhre aufzubringen, damit danach die Minimosaikfliesen für eine bunte Leuchte aufgeklebt werden können. Die Kinder gestalteten auf Ihren Leuchten wahre kleine Kunstwerke, sei es mit  Vereinslogos von Fußballvereinen, den eigenen Initialen oder selbst ausgedachten bunten Mustern. „Ich schenke die Lampe meinem Papa“, erklärt Finn stolz. Die Kinder lernten nicht nur mit Holz, Zollstock, und Schraubendreher zu arbeiten; Nein, auch das Elektrikerhandwerk stand ganz weit vorne. Reinhard Schweim baute mit den Kindern die LED-Leuchte samt Kabel, Schalter und Steckdose  in die vorher gemeinsam zusammen gebaute Leuchten-Halterungskonstruktion ein. Wer sich traute durfte sogar den Lötkolben selbst bedienen. Fachmännisch fragte Jordan seinen Freund Finn „Schon auf 12 Volt eingestellt?“ Die Kinder hatten viel Spaß bei der Sache, arbeiteten konzentriert und sorgfältig und waren zu guter Letzt sehr stolz auf ihre individuellen handwerklichen Kunstwerke. Nach dem Mittagsgrillen probierten sich alle an dem Aufbau der „Da-Vinci-Brücke“, eine Holzbrückenkonstruktion, die ganz ohne Schrauben zusammenhält. Natürlich kletterten alle Kinder auch über die Brücke, um die Stabilität zu testen. „Im nächsten Jahr kommen wir gerne wieder“, so der Tenor der kleinen Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Impressionen Ferienspaßaktion 10.07.2019 in Segeberg


„Einladung zum Verweilen…“

Projektarbeit des 2. Lehrjahres im Zimmererhandwerk

„Gönnen Sie sich eine Pause, genießen sie Ihr Eis oder einfach nur den Moment,“ handwerk-mittelholstein.de und das organisierte Handwerk im Kreis Segeberg laden Sie recht herzlich ein zum Verweilen in unserer Lounge vor dem Gebäude der Kreishandwerkerschaft Mittelholstein in der Hamburger Straße 24, Bad Segeberg ein. 

Die Lounge ist eine Projektarbeit der Auszubildenden des 2. Lehrjahres des Zimmererhandwerks der Baugewerbe-Innung für den Kreis Segeberg. Zusammen mit Ausbildungs- und Zimmerermeister Sven-Ole  Bastian haben die Auszubildenden geplant, kalkuliert, gezeichnet und gezimmert. Das Ergebnis sehen und testen Sie bitte selbst! 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.


150 Jahre Bauunternehmen Johannes Specht

Die Spechte verstehen ihr Handwerk

Am 15.02.2019 feierte Innungsbetrieb Johannes Specht Bauunternehmen GmbH & Co. KG aus Bad Segeberg sein 150-jähriges Betriebsjubiläum mit weit über 200 Gästen. 

Besonders bedankten sich die Geschäftsführer Jörg und Johannes Specht bei ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie deren Partnern und Partnerinnen, die dem Unternehmen langjährig und treu zur Seite stehen. Beide freuten sich über viele persönliche Grußworte, u.a. von Kreispräsident Claus-Peter Dieck, Kammerpräsident Günther Stapelfeldt und Kreishandwerksmeister Michael Kahl. 

„Familientradition, Ausbildung, Ehrenamt“; drei der gewichtigsten Meilensteine in der Firmengeschichte, die Kreishandwerksmeister Michael Kahl in seinem Grußwort besonders hervorhob. Schon immer wurde die Ausbildung von Nachwuchskräften bei dem Traditionsunternehmen Johannes Specht sehr ernst genommen und mit Nachhaltigkeit und Sorgfalt betrieben. Diese Passion kam und kommt nicht nur dem eigenen Unternehmen zugute, sondern der gesamten Baubranche der Region. Aber nicht nur davon profitiert die Allgemeinheit. Auch das große ehrenamtliche Engagement seit Generationen zeichnet den Innungsbetrieb aus. So war schon Wilhelm Specht von 1987 bis 2003 Obermeister der Baugewerbe-Innung für den Kreis Segeberg. In diesem Amt folgte ihm sein Sohn Jörg Specht, der darüber hinaus auch stellvertretender Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Mittelholstein ist. Diese Ämter bedeuten mit Leib und Seele für das Handwerk zu stehen. Und, dass man sich für die Interessen des handwerklichen Berufsstandes stark machen will und Wert auf Traditionen und Gebräuche legt. Dafür sprachen sowohl Kreishandwerksmeister Michael Kahl als auch Kammerpräsident Stapelfeldt Jörg Specht und seiner Familie ein großes Dankeschön aus. 

Denn, so Kahl „als regionale Arbeitgebervereinigung des Handwerks sind die Kreishandwerkerschaft Mittelholstein und ihre Innungen auf genau solche Menschen wie Dich angewiesen, die bereit sind Energie und Zeit zu investieren, um unsere Ziele: Interessenvertretung in der Region, Netzwerken, Dienstleistung und Partnerschaft nachhaltig mitzugestalten. Wir hoffen, auch dieser Bereich wird fortgeführt und weitergegeben“.  

Jörg und Johannes Specht haben sich auf die Fahnen geschrieben weiterhin mit Bodenständigkeit ihren hohen Qualitätsanspruch zu halten, gute Innovationen zu nutzen und vor allem “niemals stehen zu bleiben“; heutzutage wichtiger denn je. 

Impressionen "Jubiläum Specht Bau"


Ausbildungsumfrage im dritten Lehrjahr

Die genaue Auflistung finden Sie im internen Bereich im Ordner "Allgemeines"


Besuch der Delegation aus Pölva (Estland)

in der überbetrieblichen Ausbildungsstätte Bau in Bad Segeberg

Am 11.05.2018 besuchte eine Delegation aus der Region Pölva in Südestland die überbetriebliche Ausbildungsstätte der Baugewerbe-Innung des Kreises Segeberg.

Obermeister (OM) Jörg Specht und Geschäftsführer (GF) Carsten Bruhn freuten sich über den Besuch des Bürgermeisters der Gemeinde Pölva Georg Pelisaar, den Leiter des Entwicklungszentrums Region Pölva Aarne Leisalu, Frau Annelx Eesmaa, Patenschaftsaufgaben in der Gemeinde Pölva und Frau Aimi Jöesalu als Übersetzerin und Gymnasiallehrerin.

Die Delegation war hier im Kreis zu Gast, um die schon seit 25 Jahren bestehende Partnerschaft mit dem Kreis Segeberg neu zu beleben.

GF Carsten Bruhn informierte die Delegation über die Strukturen des organisierten Handwerks in der Region, den Aufgaben und Dienstleistungen der Baugewerbe-Innung für den Kreis Segeberg und der Kreishandwerkerschaft Mittelholstein. Besonderes Augenmerk legte er dabei auf das duale Ausbildungssystem in Deutschland, die Ausbildungsinhalte und die praktische Umsetzung der handwerklichen Ausbildung. Es kam zu angeregten Gesprächen über die Problematik des Fachkräftenachwuchses vor dem Hintergrund des demografischen Wandels der sich bei den Betrieben bemerkbar macht.

Nach der deutsch-estländischen Diskussionsrunde unternahm die Besuchergruppe unter Führung von OM Jörg Specht und GF Carsten Bruhn einen Rundgang durch die Ausbildungshallen der überbetrieblichen Ausbildungsstätte. Ausbildungsmeister Bruno Deutschmann (Bereich Maurer) und Ausbildungsmeister Sven-Ole Bastian (Bereich Zimmerer) erläuterten den interessierten Zuhörern die Ausbildungsinhalte und den allgemeinen Ablauf der Ausbildung in der überbetrieblichen Ausbildungsstätte. Thema waren auch der Gesellenbrief und der Meisterbrief und deren Stellenwert im In- und Ausland. Die Delegation hat die Überbetriebliche Ausbildungsstätte mit einem sehr Eindrücken verlassen.

Ein Gegenbesuch Delegierter der Baugewerbe-Innung für den Kreis Segeberg und der Kreishandwerkerschaft Mittelholstein ist im Oktober 2018 angedacht.


Geselle - und was nun?

Neun oder 10 Jahre Schule hat man hinter sich gebracht, danach drei Jahre Lehre mit Betrieb und Berufsschule, als „erwachsen“ gilt man mittlerweile auch schon… Die letzten Prüfungen, die Freisprechungsfeier – etwas altmodisch mit brennenden Kerzen, der offenen Lade – und dann: So etwas, wie ein Loch!
Bis jetzt hat man sich in der Schule von Zeugnis zu Zeugnis weitergetastet, immer in Angst vor der Ehrenrunde… In der Lehre die Jahre gezählt, die ja angeblich keine Herrenjahre seien sollen. Und jetzt, alles vorbei, Gesellenbrief in der Hand, wenn man sich nicht ganz blöd angestellt hat, wurde man vom Betrieb übernommen. 
Klar, der Lohn stimmt jetzt, vor allem, wenn man ihn mit der Ausbildungsvergütung vergleicht, aber die Ansprüche wachsen ja auch: Neues Auto, eigene Wohnung, in die man mit der Freundin zusammen einziehen kann oder eben jederzeit „sturmfreie Bude“ hat. Manch einem macht auch die Ziellosigkeit Kopfzerbrechen: „Das soll ich jetzt 40 Jahre lang genauso weitermachen?“ 

40 Jahre so weitermachen?
Wir haben mit einem gesprochen, der das alles hinter sich hat, Johannes Specht, Geschäftsführer der Firma JS-Specht Bau in Bad Segeberg. Der 27-jährige beendete die Realschule in St. Peter-Ording, erwarb danach in Lübeck die Fachhochschulreife und begann dann eine Ausbildung zum Maurer. Der nächste Schritt war für ihn die Meisterschule, die er als Maurer- und Betonbauermeister abschloß. Da ihm das auch noch nicht ausreichte, studierte er in Lübeck noch Architektur um danach das Familienunternehmen als sechste Generation zu übernehmen.
„Nachdem ich die Fachhochschulreife in der Fachrichtung Bautechnik begann, war für mich klar, dass ich in die elterliche Firma einsteigen und Theorie und Praxis von der Pike auf lernen wollte.“, erzählt er.
Wer als Geselle im Bauhauptgewerbe arbeiten wolle, hätte derzeit gute Chancen, mit einem Stundenlohn von rund 15-19 Euro könne man rechnen. Allerdings seien auch die körperlichen Anforderungen immer noch hoch. Zwar müsse heutzutage niemand mehr schwere Balken oder Steine mit Muskelkraft zur Hochstrecke bringen, sodass der Beruf an sich auch für Frauen geeignet sei, aber mit zunehmendem Alter hätte die Arbeit bei Wind und Wetter doch Folgen für Rücken und Gelenke. Specht rät seinen jungen Kollegen, sich zunächst zum Vorarbeiter hochzuarbeiten und dann einen Kurs zum geprüften Polier oder Werkpolier zu belegen. Das geht in Voll- oder Teilzeit, hier werden Vorschriften zur Arbeitssicherheit, Personalbetreuung und fachliche Kompetenzen intensiviert.

Meister werden – Selbstständig sein
Der nächste Schritt auf der Karriereleiter wäre dann die Ausbildung zum Meister. Auch dies ist in Voll- oder Teilzeit möglich. Mit einem Jahr muss man bei der Vollzeitvariante rechnen, da entfällt natürlich der Lohn, aber Leistungen nach dem Bundes- Ausbildungs- und Förderungsgesetz sind möglich. Wer als Innungsbester seine Ausbildung abschloß, kann auch eine Förderung durch die Handwerkskammer bekommen. In Teilzeit, Abends und am Wochenende dauert die Ausbildung drei Jahre, mit Sicherheit eine Ochsentour, aber dafür läuft der Lohn weiter.
In den meisten Handwerksberufen ist der Meister Voraussetzung für den Schritt in die Selbstständigkeit. Mit einer guten Idee, Flexibilität und natürlich viel Leistung kann man sich am Markt etablieren.
Überlegenswert wäre auch, nach der Ausbildung die Fachhochschulreife nachzuholen und ein Studium zum Bauingenieur im Hoch- und Tiefbau oder der Architektur zu beginnen. Solange man noch keine Familie zu versorgen hat, reicht das BaFÖG aus und in den Semesterferien kann man die Kasse duch Arbeit im erlernten Beruf gut auffüllen. 

Dazwischen – der Techniker
Für eher theoretisch interessierte gäbe es im Baugewerbe auch den Bautechniker als Bindeglied zwischen der Polier- und der Meisterebene.
Für welchen Weg sich man auch immer entscheide, meint Johannes Specht, wichtig sei, dass Handwerker das ausführen können, was andere sich nur mehr oder weniger vage vorstellen und planen.  Ohne Handwerker stünde kein Haus, würde keine Straße befahrbar sein, käme kein Wasser aus dem Hahn und kein Strom aus der Steckdose. Und dann würde auch das neueste IPhone mit den tollsten Apps nicht weiterhelfen.


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