Maler- und Lackierer-Innung für den Kreis Segeberg

Das Leben ist bunt

Die Maler- und Lackierer-Innung für den Kreis Segeberg hat 6 neue Junggesellen zum Maler und Lackierer freigesprochen

 Die Maler- und Lackierer-Innung für den Kreis Segeberg sprach am Freitag, den 30.08.2019 insgesamt 6 neue Gesellen zum Maler- und Lackierer frei. Es haben alle Prüflinge bestanden.

Gefeiert wurde ab 16.00 Uhr in Norderstedt. Herr Claus-Peter Dieck (Kreispräsident im Kreis Segeberg) richtete als Ehrengast ein Grußwort an die frisch gebackenen Junggesellen.

 Obermeister Gerhard Roblick ist stolz auf den Fachkräftenachwuchs: "Wir müssen immer am Ball bleiben mit der Ausbildung unseres Nachwuchses. Nur wer stetig selbst ausbildet sichert sich auch für den eigenen Betrieb, dass Aufträge auch künftig abgearbeitet werden können und das auch in der entsprechend guten Qualität. Das gilt insbesondere in Zeiten des Fachkräftemangels. Unser Handwerk hat immer noch goldenen Boden, das kann man gar nicht oft genug wiederholen", so Roblick. Er verweist auf die vielfältigen Aufstiegs- und Fortbildungsmöglichkeiten; "Da ist für jeden individuell etwas dabei. Sogar spätere Betriebsübernahmen sind möglich, denn auch hier werden die Zahlen an potentiellen Nachfolgern geringer und somit die Chancen für Interessierte besser".

 Stv. Obermeister Ansgar Schrodter berichtet über Aktivitäten der Innung in Sachen Nachwuchswerbung: "Dieses Jahr hat sich unsere Innung für die Nachwuchswerbung des Maler- und Lackiererhandwerks an dem "Azubi-Workshop" der Kreishandwerkerschaft Mittelholstein am BBZ Bad Segeberg beteiligt. Der Workshop war ein Pilotprojekt, das toll geklappt hat und jetzt möglichst regelmäßig wiederholt werden soll. Nach dem Motto "Praxis in Schule" waren mehrere Chefs von Innungsbetrieben in einer Schulklasse des BBz Bad Segeberg und haben sich den Schülerinnen und Schülern vorgestellt. Es war praktisch ein Bewerbungsgespräch mal umgekehrt. Jeder Betrieb hatte auch einen Auszubildenden/eine Auszubildende dabei, die den Schülerinnen und Schülern Rede und Antwort zur Ausbildung gestanden haben. Natürlich fehlte auch nicht eine Führung durch die Malerwerkstatt. Der Workshop war eine tolle neue Möglichkeit Schüler für unser Handwerk zu begeistern und für neues ist unsere Innung immer zu haben".

Bildergalerie


Azubibaustelle der Überbetrieblichen Ausbildung der Maler- und Lackierer-Innung Segeberg

Frischer Farbwind für das Haus des Handwerks

Die Auszubildenden des ersten Lehrjahres haben im Rahmen ihrer überbetrieblichen Ausbildung vom 24.04– 03.05.2019 ein tolles Projekt umgesetzt. Sie haben auf einer Azubi-Baustelle der Eingangstür des „Haus des Handwerks“ in Bad Segeberg einen neuen Anstrich verpasst. Durch dieses Projekt konnten die Azubis etwas Bleibendes in Teamarbeit schaffen, dass nun jeder Handwerker, bevor er das Haus des Handwerks in Bad Segeberg betritt, als erstes sieht. Die Azubis waren mit viel Eifer und Spaß bei der Sache und haben zuverlässig und selbständig gearbeitet. Von den 10 Auszubildenden des ersten Lehrjahres waren insgesamt 6 Azubis an den unterschiedlichen Arbeitsschritten beteiligt. Angeleitet wurden die Auszubildenden von ihrem Dozenten aus der überbetrieblichen Ausbildungsstätte, Herrn Christoph Roblick. Die Tür wurde von den Azubis zunächst abgeschliffen, dann gespachtelt, grundiert und im Anschluss daran zweimal lackiert.  Nach 5 Tagen Arbeit kann sich das Ergebnis wirklich sehen lassen. Ein großes Dankeschön der Kreishandwerkerschaft Mittelholstein an alle mitwirkenden Azubis und an Christoph Roblick für die tolle Organisation und Umsetzung. Die Firma Brillux, der das Thema Nachwuchsausbildung sehr am Herzen liegt, hat das Azubiprojekt mit Farbe und Materialien unterstützt. Dafür ebenfalls unser großes Dankeschön an Brillux und an Herrn Matthias Lucht, der der Maler- und Lackierer-Innung mit Rat und Tat zur Seite gestanden hat.


Der neue perfakta-Betriebsvergleich für das Maler- und Lackiererhandwerk liegt vor.

perfakta hat 40 Betriebe des Maler- und Lackiererhandwerk aufgesucht. Ausgewertet wurde das Wirtschaftsjahr 2017. Für den schnellen Überblick sollen die folgenden Abschnitte die wichtigsten Ergebnisse auszugsweise vorstellen.

23 der 40 untersuchten Unternehmen (58 %) konnten 2017 einen betriebswirtschaftlichen Gewinn
erzielen. Diese Quote hat sich gegenüber dem Vergleich des Jahres 2014, in dem 63 % der Teilnehmer
„schwarze Zahlen“ schrieben, leicht verschlechtert.
Im Gesamtdurchschnitt aller erhobenen Maler- und Lackiererbetriebe errechnet sich ein betriebswirtschaftliches Ergebnis von rund 21.100 EUR, was 3,1 % der Jahresleistung (2014: 3,0 %) entspricht.

Der größte Kostenfaktor der Betriebe ist der Personaleinsatz mit 61,5% der Betriebsleistung, gefolgt
vom Material- und Wareneinsatz (inklusive der Fremdleistungen) i.H.v. 20,6 %. In Bezug auf die übrigen Kosten zeigt sich wie auch in der Voruntersuchung 2014 deutlich der Kostenvorteil, je größer das
Unternehmen im Durchschnitt ist.

Die Verteilung der Einzelwerte verdeutlicht die Notwendigkeit, für jeden einzelnen Betrieb eine ausführliche Analyse der Betriebsdaten zu erstellen. 

Nehmen Sie gerne mit uns Kontakt auf, damit wir auch für Sie eine umfassende Analyse Ihres Unternehmens erstellen können.

Zur Teilnahme am Betriebsvergleich oder zum Erstellen einer Unternehmensanalyse können Sie sich hier unverbindlich anmelden

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Das Maler- und Lackiererhandwerk – eine Branche mit Perspektiven

Das Handwerk ist mit Abstand der vielseitigste Zweig der bundesdeutschen Wirtschaft und hält für junge Frauen und Männer eine Vielzahl hochinteressanter beruflicher Möglichkeiten bereit. Gerade eine Berufsausbildung im Maler- und Lackiererhandwerk ist heute mehr denn je der Schlüssel für eine erfolgreiche Zukunft. Aktuell werden in den Berufen Maler, Bauten- und Objektbeschichter und Fahrzeuglackierer in Schleswig-Holstein 920 junge Menschen ausgebildet, davon 170 Frauen.

Wie in den meisten Berufen hat sich auch die Berufsausbildung im Maler- und Lackiererhandwerk in den vergangenen Jahren wesentlich gewandelt. Die traditionelle Handwerksarbeit wurde ergänzt durch den Einsatz hochmoderner Technologie. Darüber hinaus haben viele Fachbetriebe ihre Angebotspalette sukzessiv erweitert, um den Wünschen des umweltbewussten und auf die Reduktion von Energiekosten bedachten Kunden gerecht werden zu können. Die fachgerechte Umsetzung erfordert Spezialwissen, wie es während der Berufsausbildung im dualen Ausbildungssystem von Lehrbetrieb, Berufsschule und Überbetrieblicher Ausbildungsstätte vermittelt wird.

Die Erfüllung der kleinen oder großen Wünsche der überwiegend privaten Kundschaft steht im Mittelpunkt der Arbeit der rund 900 Innungsfachbetriebe des Maler- und Lackiererhandwerks im Land zwischen den Meeren. Ob es um die komplette Fassadensanierung oder nur kleine Ausbesserungsarbeiten geht – das Maler- und Lackiererhandwerk hat immer die richtigen Ideen und das Know-how zur Umsetzung der Kundenwünsche. Wer also eine spannende Herausforderung für seine Zukunft sucht und sich dabei selbst verwirklichen möchte, für den ist der Weg ins Handwerk genau der Richtige.

Als innovativer und zukunftsorientierter Dienstleister ist das Maler- und Lackiererhandwerk wie kaum eine andere Branche in der Lage, seine Leistungspalette den sich ständig wandelnden Bedürfnissen anzupassen. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts stehen Maßnahmen zur Ressourcenschonung, gesundheitsbewusstes Leben sowie erstklassige Qualität im Fokus der Wünsche des modernen Kunden. Durch dieses veränderte Nachfrageverhalten, sowie die rasante technische Entwicklung hat sich in den vergangenen Jahren auch das Berufsbild des Malers verändert.  Die berufliche Bildung im farbigen Handwerk zählt heute zur fortschrittlichsten der deutschen Wirtschaft und gilt auch international als vorbildhaft.

Darüber hinaus bietet das Maler- und Lackiererhandwerk erstklassige Aufstiegs- und Karrierechancen für Absolventen aller Schularten. Bei guten Leistungen kann Auszubildenden im Handwerk durch das erfolgreiche Bestehen der die Lehre abschließenden Gesellenprüfung ein höherer Schulabschluss zuerkannt werden.

Unter bestimmten persönlichen Voraussetzungen kann die betriebliche Berufsausbildung auch mit einem Fachhochschulstudium kombiniert werden, so dass man bereits nach 4 ½ Jahren Ausbildungszeit sowohl den Gesellenbrief als auch einen akademischen Bachelorabschluss in der Tasche haben kann.

Nach erfolgreichem Abschluss der Lehre können talentierte und motivierte Junggesellen unmittelbar mit der Vorbereitung auf die Meisterprüfung beginnen, deren Bestehen zu einer selbständigen oder leitenden, beruflichen Tätigkeit in ganz Europa befähigt. Die erfolgreich abgelegte Meisterprüfung berechtigt darüber hinaus zu einem fachbezogenen Studium an einer Universität oder Fachhochschule.

In den kommenden Jahren steht auch in vielen Betrieben des Maler- und Lackiererhandwerks in der Bundesrepublik Deutschland die Frage der Nachfolge an, da sich die oder der bisherige Verantwortliche aus Altersgründen zur Ruhe setzen wird. Hier besteht ein akuter Bedarf nach jungen, engagierten Fachkräften, die die Existenz dieser Unternehmen langfristig sichern.

In Zeiten rückläufiger Schulabgängerzahlen wird es jedoch für viele Unternehmen zunehmend schwerer, ausreichend qualifizierte und ausbildungsfähige Nachwuchskräfte zu finden. Um offene Stellen dennoch besetzen zu können, empfiehlt es sich für den Selbständigen im Maler- und Lackiererhandwerk neue Wege zu beschreiten und auch Ausbildungsinteressenten eine Chance zu geben, auf die der Fokus bislang nicht gerichtet war. Das könnten zum Beispiel junge Frauen und Männer mit Migrationshintergrund, Bewerber aus geförderten Bildungsmaßnahmen oder Schwerbehinderte sein. Gegebenenfalls kann eine Ausbildung von benachteiligten Personen auch mit öffentlichen Mitteln unterstützt werden.

Auch wenn es schwieriger wird, geeigneten Nachwuchs für die angebotenen Ausbildungsstellen zu finden, sollten sich Unternehmer des Maler- und Lackiererhandwerks nicht entmutigen lassen. Das farbige Handwerk und seine Betriebe werden in künftig gute Fachkräfte brauchen. Daher sollte jedem ausbildungsfähigen Interessenten, der sich für eine Zukunft im Maler- und Lackiererhandwerk entscheidet, die Tür hierfür geöffnet werden.           


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