Glaser-Innung Schleswig-Holstein

Ferienspaßaktion 15.07.2020

Handwerk hautnah – Juniorhandwerker/Innen am Start

8 Mädchen und Jungen im Alter von 10 und 11 Jahren waren am 15.07.2020 bei der Ferienspaßaktion der Kreishandwerkerschaft Mittelholstein mit dabei und bauten mit viel Ehrgeiz und Spaß ihre eigene „Letter-Box“. Es wurde geschmirgelt, geschraubt und  gebohrt was das Zeug hielt. Natürlich schauten sich die jungen Teilnehmer/Innen auch die Überbetriebliche Ausbildungsstätte der Innung des Baugewerbes Neumünster an und konnten den Azubis aus den Bereichen Zimmerer, Fliesen-Platten-Mosaikleger und Straßenbau über die Schulter schauen.

Am frühen Nachmittag hielten dann alle Kinder ihre selbst gebaute „Letter-Box“ mit einer bunten und effektreichen Lichtleiste in den Händen.

Die diesjährige Aktion wurde von der Kreishandwerkerschaft Mittelholstein in Kooperation mit der Innung des Baugewerbes Neumünster, der Elektro-Innung Neumünster und der Glaser-Innung Schleswig-Holstein durchgeführt.

Impressionen der Ferienspaßaktion 2020


Hygienewände von Fachbetrieben der Glaserinnung Schleswig-Holstein

Seitdem die Covid-19 Pandemie im März weitestgehend das öffentliche Leben in Schleswig-Holstein zum Erliegen gebracht hat, wurde in vielen Bereichen der Einsatz von Hygienewänden erforderlich.

Egal ob für den Ladentresen, bei der Kasse im Supermarkt, in Arztpraxen, beim Bäcker und sonstigen Institutionen wie Ämter, Gemeinden und anderen öffentlichen Einrichtungen.

Die Betriebe der Glaserinnung Schleswig-Holstein haben hier weitergeholfen. Mit kreativen Ideen und fachlicher Kompetenz fertigten diese Betriebe Hygienewände aus Acryl- und Echt Glas, je nach Wunsch und den entsprechenden Bedürfnissen der Kunden auf Maß an.

Es gibt Kombinationen aus Glas/Metall, Holz/Glas oder aber nur aus Acrylglas je nach Wunsch.

Es ist davon auszugehen das diese Hygienewände auch weiterhin erforderlich sein werden, daher empfehlen sie den Einsatz von Echt Glas.

Echt Glas ist in seiner Eigenschaft besser sauber zu halten und zu dem noch brillanter.

Ob mit einer Durchreiche, einer Öffnung für den Kartenleser, über Eck, mit Ausschnitt für den Tresen oder weiteren Besonderheiten, in fast allen Fällen konnten die Glaserfachbetriebe weiterhelfen.

Die Betriebe der Glaserinnung Schleswig-Holstein sind auf die Herstellung von Hygienewänden aus Glas vorbereitet.

Fotoauswahl – Quelle Glaserei Raub und Glaserei Manske


Impressionen Hygienewände


Keine Angst vor Social Media – Einfach machen!

Einen Kanal auf Instagram oder anderen Websiten zu haben, ist für Privatpersonen mittlerweile Standard. Aber wie sieht es mit dem Thema Social Media für einen Betrieb aus? Robin Burmeister von der Glaserei Manske hat den Schritt gewagt und für seinen Betrieb z.B. eine Instagram und Facebook-Seite erstellt. Wir haben ihn gebeten, uns von seinen Erfahrungen zu berichten. Hierzu stellten wir ihm folgende Fragen:

Welche Art von Beiträgen veröffentlichen Sie auf Ihren Kanälen?

Wir bewerben unsere Dienstleistungen und dokumentieren die Arbeiten auf unseren Baustellen. Wir dokumentieren Baufortschritte und fertiggestellte Projekte. Hierbei zeigen wir, was unser Unternehmen leistet und welche Merkmale uns ausmachen. Besonders deutlich sollen hierbei die qualitativ hochwertige Arbeit und die Freude an den Projekten des Unternehmens werden.

Wie wird der Social Media Auftritt von Kunden, Auszubildenden etc. angenommen? Welche Reichweite haben Sie?

Dies wird sehr gut angenommen. Wir haben eine große Akzeptanz, was wir anhand von Likes, Kommentaren und Anfragen feststellen. Auch im privaten Bereich erfolgen positive Resonanzen.

Wie oft sollte man Beiträge veröffentlichen?

Sie sollten nicht allzu lange auseinander liegen. Man sollte immer so Content liefern, wie es passt und interessant ist, möglichst wöchentlich, um in Erinnerung zu bleiben. Dies kann in Form einer Story oder einem Beitrag umgesetzt werden. Bei mir im Betrieb gehört dies auch zum Alltag dazu und wird einfach in den „Workflow“ integriert. Ab und zu wird dann auch einmal abends vom Sofa aus etwas gepostet.

Was sollte man bei der Nutzung von Social Media Kanälen beachten?

Man sollte sich die Frage stellen, welche Personengruppe man ansprechen möchte und dementsprechend die Beiträge und den Stil darauf anpassen (dabei aber immer man selber bleiben!). Es erfolgen zum Teil Liveschaltungen von Baustellen oder Produktbewerbungen anhand von Bildern und Beiträgen.

Wie entstehen bei Ihnen die Social Media Beiträge?

Beiträge entstehen bei uns auf Montage oder bei der Durchführung von Projekten. Arbeiten werden mit dem Smartphone dokumentiert. Unsere Angestellten wirken ebenfalls mit. Einer unserer Gesellen kümmert sich zum Beispiel ebenfalls um den Kanal und postet entsprechend eigenverantwortlich Bilder.

Was gibt es sonst noch zu sagen?

Man sollte keine Angst davor haben, Beiträge zu veröffentlichen. Es ist auch nicht schlimm, wenn der Kanal nicht immer wöchentlich Content bekommt. Ein Social-Media-Profil /-Kanal spiegelt den Betrieb durchaus persönlich und fachlich wider. Gerade im Hinblick darauf, wenn einige Kunden online einen Betrieb suchen und sich über seine Referenzen erkundigen und informieren wollen. Ein Kanal ist eine perfekte Möglichkeit, sich vorzustellen und Einblicke in das betriebliche Geschehen zu bieten!


Deutschlands bester Glaser kommt aus Timmendorfer Strand

Innovatives Gesellenstück brachte Maximilian Kröger den Bundessieg

Er ist der Beste seines Fachs: Im Leistungswettbewerb des Handwerks ist Glaser-Geselle Maximilian Kröger als Bundessieger, Fachrichtung Verglasung und Glasbau, ausgezeichnet worden. Der 20jährige aus Timmendorfer Strand wurde nun in Lübeck vom Präsidenten der Handwerkskammer, Ralf Stamer, dafür geehrt. „Diesen Wettbewerb gewinnt niemand nur durch Zufall. Ehrgeiz, Talent und sehr viel Fleiß“ seien notwendig, um sich gegen die bundesweite Konkurrenz durchzusetzen, so Stamer.

Wir fragen nach – beim Bundessieger und seinem Ausbilder.

HW-MH: Zunächst einmal: Herzlichen Glückwunsch zum Bundessieg! Als  Landessieger Schleswig-Holstein hatten Sie sich für den Wettbewerb qualifiziert. Haben Sie sich vorher Chancen für den bundesweiten Vergleich ausgerechnet?

M.Kröger.: Nein, überhaupt nicht. Ich war ganz überrascht vom Sieg.

HW-MH: Im Bundeswettbewerb wurde Ihr Gesellenstück erneut bewertet. Was haben Sie denn hergestellt?

M.K.: Einen beleuchteten Tisch. Die Tischplatte ist mit LED-Lampen beleuchtet. Das Licht wird vom Glas so gebrochen, dass ein Unendlichkeits-Effekt entsteht.

HW-MH: Was mögen Sie an Ihrem Beruf?

M.K.: Das Material Glas bietet so viele Bearbeitungs- und Einsatzmöglichkeiten. Mich fasziniert die Kombination mit Licht, z.B. bei indirekter Beleuchtung. Ich mag auch den Kontakt mit den Kunden.

HW-MH: Wie sind Sie denn auf diesen Ausbildungsberuf gekommen?

M.K.: Ehrlich gesagt: es war eine Empfehlung meiner Eltern. Vorher habe ich ein Praktikum im Betrieb absolviert. Das hat mir dann gefallen.

HW-MH: Wie geht es jetzt für Sie weiter?

M.K.: Im August gehe ich zur Glasfachschule nach Hadamar, um mich zum  Meister und Techniker fortzubilden.

HW-MH: Hat Ihr Bundessieg Sie auf Ihrem Weg bestärkt?

M.K.:Ja, ich habe mein Ziel fester im Auge; es hat sich für mich bestätigt, die Weiterbildung nicht irgendwann, sondern jetzt anzugehen.

Auch jeder Bundessieger hat einmal klein angefangen: Seine Ausbildung durchlief Maximilian Kröger im Betrieb von Oliver Nowitzki  (50), der seit dem Jahr 2000 als selbständiger Glasermeister tätig ist. In seinem Betrieb in Ratekau/Timmendorfer Strand (Kreis Ostholstein) beschäftigt er acht Mitarbeiter und einen Lehrling.

HW-MH: Herr Nowitzki, wie bildet man einen zukünftigen Bundessieger aus?

O.N.: Man muss die jungen Leute fördern und motivieren, ihnen die Tätigkeit im Handwerk regelrecht schmackhaft machen. Das wird dann mit Interesse und Leistung belohnt.

HW-MH: Wie beurteilen Sie das Gesellenstück von Maximilian Kröger, mit dem er sich beim Bundeswettbewerb durchgesetzt hat?

O.N. : Eine sehr innovative Arbeit; durch die LED-Technik ergeben sich bei der Verbindung von Licht und Glas ganz neue Möglichkeiten der Be- und Ausleuchtung. Vom Material her konnte Maximilian aus dem Vollen schöpfen. Für das Gesellenstück war uns nichts zu teuer, er konnte sich sozusagen „aus dem obersten Regal“ bedienen. Und was das Design betrifft: Die Auszeichnung als 2. Bundessieger in der Kategorie „Die gute Form im Handwerk“ spricht für sich.

HW-MH: Azubi-Mangel – ist das ein Thema bei Ihnen?

O.N.: Na klar, auch wenn wir für das nächste Lehrjahr mit zwei neuen Auszubildenden gut aufgestellt sind. Einer von ihnen hat zuvor ein Praktikum bei mir gemacht, der andere hat davon gehört, dass Maximilian in unserem Betrieb ausgebildet worden ist. Trotzdem: An guten Bewerbern, sei es als Azubi oder als Geselle, haben wir immer Interesse.

HW-MH: Was haben Sie als Ausbilder noch im Blick?

O.N.: Ich habe mich damit abgefunden, dass meine Lehrlings-Generation mit der heutigen nicht zu vergleichen ist. Man muss die Jungs jetzt so nehmen, wie sie sind, und sie dann fördern.

Außerdem haben wir altersmäßig eine gute Mischung im Team; die Hälfte der Mitarbeiter sind Anfang/Mitte 20, da fühlen sich die Azubis wohl.

HW-MH: Was sagen Sie denn nun zu Ihrem Champion in der Werkstatt?

O.N.:  Maximilian ist recht weit für sein Alter und er hat ein solides Fundament für seinen weiteren Weg. Aber ich meine: Jetzt beginnt die eigentliche Lehrzeit - die Zeit, in der man seine Berufserfahrungen sammelt. Erfahrung kommt durch erfahren.

Impressionen der Bundessiegerehrung


perfakta-Betriebsvergleich für das Glaserhandwerk in Schleswig-Holstein

perfakta.SH e.V. | Handwerk in Zahlen stellt in Zusammenarbeit mit der Glaser-Innung Schleswig-Holstein den elften Betriebsvergleich für das Glaserhandwerk vor. Untersucht wurde das Wirtschaftsjahr 2017 von insgesamt 12 Handwerksbetrieben.

  1. Wirtschaftlichkeit

Lediglich 4 der 12 untersuchten Unternehmen (33 %) konnten im Wirtschaftsjahr 2017 einen betriebswirtschaftlichen Gewinn erzielen und somit den Unternehmerlohn vollends decken. Im Gesamtdurchschnitt errechnet sich ein positives betriebswirtschaftliches Ergebnis von 1,7  %  der Jahresleistung. Größter Kostenfaktor im Gesamtdurchschnitt war der Material- und Wareneinsatz (inkl. Fremdleistungen) mit 40,1 % der Betriebsleistung. Die Personalkosten lagen bei 36,2 %, die übrigen Kosten bei 22 % der Betriebsleistung.

  1. Produktivität

Bezogen auf einen Beschäftigten in den untersuchten Betrieben ergibt sich eine Pro-Kopf-Leistung von rund 98.600 EUR (2014: 100.000 EUR). Betrachtet man nur den Handwerksbereich, ergibt sich nach Abzug des Fremdleistungsanteils und des Materialeinsatzes die handwerkliche Wertschöpfung pro Kopf. Diese lag im Gesamtdurchschnitt bei 100.200 EUR  (2014: 105.900 EUR).

  1. Kalkulation

Eine wichtige Aufgabe im Rahmen des Betriebsvergleichs ist die Ermittlung des kostendeckenden Verrechnungssatzes für die beteiligten Betriebe. Im Gesamtdurchschnitt wurde ein kostendeckender Zuschlagssatz von 226 % auf den Mittellohn ermittelt. Dieser Wert ergibt sich unter der Bedingung, dass ein Teil der betrieblichen Gemeinkosten durch Aufschläge auf die Fremdleistungen und den Materialeinsatz verrechnet werden. Bei einem durchschnittlichen Mittellohn von 13,20 EUR ergibt sich so ein kostendeckender Stundenverrechnungssatz von 43,05 EUR ohne MwSt. Ein betriebsindividueller Zuschlag für das unternehmerische Wagnis und den Gewinn ist noch hinzuzurechnen. Der im Durchschnitt erzielte Stundenverrechnungssatz betrug 45,05 EUR ohne MwSt. Somit ergibt sich eine Überdeckung pro Stunde von 2,00 EUR. Zu beachten ist, dass es sich hierbei um ermittelte Durchschnittswerte der Teilnehmer handelt, die nicht pauschal für jeden Betrieb zur Kalkulation herangezogen werden dürfen.

  1. Finanzierung

Die Eigenkapitalquote der untersuchten Betriebe von 37,7 % im Gesamtdurchschnitt kann als gut bezeichnet werden.

Die Deckung des Anlagevermögens durch Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital (Anlagendeckung) lag mit 161,0 % im Gesamtdurchschnitt über der Forderung der so genannten "silbernen Bilanzregel", die einen Wert von mindestens 100 % bei dieser Bilanzkennzahl fordert.

Ein Handwerksbetrieb ist kein Kreditinstitut! Deshalb sollte die Vorleistung des Betriebes den Kunden gegenüber möglichst niedrig gehalten werden. Bei den untersuchten Glasereien ergab sich zum Bilanzstichtag 2017 im Gesamtdurchschnitt eine verringerte Vorleistung von 14 Tagen (2014: 21 Tage).

Erfahren Sie mehr!

So unterschiedlich die betrieblichen Kennzahlen im Detail ausfallen, so divers sind die Ursachen für das betriebswirtschaftliche Ergebnis des jeweiligen Unternehmens. Sowohl zu hohe Kosten, nicht abrechenbare Mitarbeiterzeiten oder auch eine verbesserungswürdige Arbeitsorganisation können Ursachen für ein unzureichendes Ergebnis sein.

Im Rahmen seiner Unternehmensanalyse findet perfakta für jeden Betrieb seine individuellen Gründe für den Erfolg und zeigt die jeweils besten Verbesserungsansätze auf.

Wenn auch Sie wissen möchten, wie Sie im Vergleich zu den Kollegen stehen, wenden Sie sich gerne unter 0431 / 979 99 49 - 0 direkt an perfakta.

 



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