Im festlichen Rahmen des Vitalia Seehotels in Bad Segeberg hat die Innung des Kfz-Handwerks im Kreis Segeberg 42 Auszubildende feierlich in den Gesellenstand erhoben. Mit der Übergabe der Gesellenbriefe dürfen sie sich nun Kraftfahrzeugmechatroniker nennen – ein bedeutender Schritt in ihrem Berufsleben.
Verantwortung und Werte
Obermeister Jörg Kretschmann entband die jungen Fachkräfte von ihren Lehrlingspflichten. Zugleich machte er deutlich, dass mit dem Abschluss eine neue Verantwortung beginne. „Die Freisprechung entlässt euch aus der Ausbildung, nicht aber aus der Verantwortung“, betonte er. Von nun an stehe jeder mit seinem Namen für die eigene Arbeit ein – gegenüber Kunden und dem gesamten Handwerk. Kretschmann erinnerte an die Grundwerte des Handwerks: Ehrbarkeit, Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit. Gewissenhafte Arbeit sei unerlässlich, denn wer ein Fahrzeug freigebe, trage Verantwortung für Menschenleben. Ehrlicher Umgang mit Kunden schaffe Vertrauen, und Gerechtigkeit müsse im täglichen Miteinander immer wieder neu gelebt werden. Ausdrücklich dankte der Obermeister auch den Ausbildungsbetrieben der Region. Ihre Bereitschaft, junge Menschen auszubilden, sichere qualifizierten Nachwuchs und damit die Zukunft des Kfz-Handwerks.
Mobilität als gesellschaftliche Säule
Martin Neumann, Schulleiter des Berufsbildungszentrums in Bad Segeberg, hob die zentrale Bedeutung des Kraftfahrzeughandwerks hervor. Individuelle Mobilität sei grundlegend für Unabhängigkeit sowie für den Zugang zu Bildung, Arbeit und Gesundheit. Der Automobilsektor sichere Millionen Arbeitsplätze und leiste einen wichtigen Beitrag zur Wirtschaft. Darüber hinaus sei das Auto weit mehr als ein Fortbewegungsmittel: Produktionsmittel, Ausdruck von Identität, Liebhaberstück oder Sportgerät. Mit Blick auf Elektromobilität, Hybridtechnik und perspektivisch autonomes Fahren betonte Neumann die Zukunftssicherheit des Berufs und die zahlreichen Spezialisierungs- und Karrierechancen. Zudem spiele Nachhaltigkeit im modernen