Dachdecker-Innung Mittelholstein

Ausbildung im Dachdeckerhandwerk

Landesinnungsverband SH erstellt einen Imagefilm


Dachverband rät:

Jetzt Dächer checken lassen

Dächer müssen regelmäßig gewartet werden, sonst kann im schlimmsten Fall der Versicherungsschutz verloren gehen. Das ist vielen Hauseigentümern nicht bewusst. Daher rät der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) regelmäßig das Dach auf etwaige Schäden fachgerecht kontrollieren zu lassen. Aktuell dazu hat der ZVDH eine eigene Website rund um das Thema DachCheck online gestellt. Hier können sich interessierte Kunden informieren, direkt nach einem Dachdeckerunternehmen in der Nähe suchen und gleich eine Anfrage starten. Zahlreiche Innungsbetriebe haben sich dort bereits ein Logo, Adresse und kurzer Beschreibung eingetragen.

Hier geht des zu den ausführenden Firmen.

Versicherungsschutz

Ein besonders wichtiges Argument für den DachCheck: Hausbesitzer sollten ein Augenmerk auf die Bedingungen ihrer Versicherungen haben. Denn sowohl bei der Gebäudehaftpflicht- als auch bei der Wohngebäudeversicherung gegen Sturm, Hagel oder Brand müssen Hauseigentümer ihr Dach regelmäßig warten lassen. "Die Rechtsprechung hat in vielen Urteilen bestätigt, dass der Versicherungsschutz ganz oder teilweise erlöschen kann. In Extremfällen, zum Beispiel, wenn Personen durch herabfallende Dachteile verletzt oder gar getötet werden, kann diese Rechtslage den wirtschaftlichen Ruin des Hausbesitzers bedeuten", erklärt ZVDH-Hauptgeschäftsführer Ulrich Marx. 

Schäden am Dach

Regelmäßiger DachCheck sollte für alle Hauseigentümer ein absolutes Muss sein, denn die Gebäudehülle ist zum Teil extremen Witterungsbedingungen ausgesetzt. So kann es beim Steildach durch Sturm, Hagel, Starkregen und Schnee zu Beschädigungen oder Lockerungen der Dachziegel, Dachsteine oder Schieferplatten kommen. Temperaturwechsel wie Frost-Tau-Wechsel im Winter greifen die Oberfläche, aber auch das Material in der Substanz an. Dies gilt umso mehr, wenn Solaranlagen auf dem Dach installiert sind, die nur bei optimaler Pflege einwandfrei funktionieren. Auch Schäden durch Rissbildungen und Absprengungen, aber auch Wasserrückstau durch verstopfte Fallrohre beeinträchtigen die Sicherheit des Eigenheims. Die regelmäßige Wartung durch Dachdecker-Innungsbetriebe schützt vor unangenehmen Überraschungen und trägt zum Werterhalt des Hauses bei. 


Rund ums Dach – Dachformen, Dachaufbauten und -­begrünung, Materialien

Übersicht der einzelnen Dachformen

Satteldach

Das Satteldach ist die bekannteste Dachform und weit verbreitet. Es besitzt zwei geneigte Dachflächen, die sich am höchsten Punkt treffen. Dabei handelt es sich um eine zeitlose Konstruktion, die sich – als Sparren- oder Pfettendach ausgebildet – sowohl architektonisch als auch konstruktiv bewährt hat. Zu den zahlreichen Varianten zählen Satteldächer mit gleichen oder unterschiedlichen Dachneigungen bzw. Traufhöhen.

Pultdach

Das Pultdach hat nur eine geneigte Dachfläche und gilt als moderne Variante der Dachformen. Vielfach wurden Pultdächer für Nebengebäude, einfache Bauten, Produktions- oder Lagerstätten verwendet. Zunehmend werden aus zusammengesetzten Pultdächern interessante Dachlandschaften gebildet. Versetzte beziehungsweise Doppelpultdächer sind immer häufiger auf Häusern zu sehen, die designorientiert geplant wurden. Sie lassen viel Spielraum für individuelle Lösungen, zum Beispiel bei zwei versetzten Wohnebenen innerhalb des Hauses. Die Dachfläche von Pultdächern liegt meist zur Wetterseite hin, um Wind, Regen und Schnee abzuschirmen. An der Sonnenseite lässt diese Dachform Raum für große Lichtflächen und solartechnische Anlagen.

Zeltdach

Das Zeltdach ist eine relativ seltene Dachform, da es praktisch nur auf einem quadratischen oder annähernd quadratischen Grundriss errichtet werden kann. Bei dieser Dachform ist die Symmetrie nach allen Seiten das beherrschende Element: klare und bestimmende Formen und Linien, die in einem Firstpunkt enden. Es besteht aus mindestens drei gegeneinander geneigten Dachflächen, die in einem Firstpunkt zusammenlaufen. Neben der optisch ansprechenden Form für das Gesamtbild des Hauses, besticht die Dachform auch mit Vorteilen für den Innenraum: in jeder Etage können Fenster eingebaut werden und sorgen für Licht in jedem Zimmer mit angenehmen Raumklima.

Walmdach

Das Walmdach gehört zu den ältesten Dachformen. Es unterstreicht die Schutzfunktionen des Daches und gibt dem Haus ein repräsentatives Aussehen. Mit Gauben können die Akzente des Walmdaches unterstrichen werden. Als Walmdach bezeichnet man eine Dachform, die an allen vier Seiten des Hauses eine Dachfläche aufweist. Walmdächer sind daher größtenteils in Regionen zu finden, in denen ein erhöhter Schutzbedarf vor Wind und Wetter gefragt ist.

Krüppelwalmdach

Auch das Krüppelwalmdach hat eine lange historische Tradition und gilt als eine Variante des Walmdaches. Das Krüppelwalmdach bietet eine interessante, eigenständige Optik. Diese Dachform wird gern dort gewählt, wo Giebel vor rauer Witterung geschützt werden müssen. Durch die Fenster am Giebel oder durch zusätzliche Gauben ist eine gute Belichtung im Obergeschoss gewährleistet. Durch diese besondere Dachform entstehen im Inneren großzügige und helle Räume. In der unteren und deutlich steileren Hälfte des Daches können Dach- oder Gaubenfenster eingelassen werden. Sie sichern die größtmögliche Ausnutzung der Dachfläche.

Mansardendach

Diese Dachform ermöglicht es, ein Vollgeschoss unter einem Mansarddach auszubauen. Ursprünglich stammt das Mansarddach aus der Barockzeit und verleiht Gebäuden ein edles Aussehen. Dabei handelt es sich um ein zweigeteiltes Satteldach, das unterschiedliche Neigungen aufweist. Auch hier entstehen im Inneren großzügige und helle Räume. Wie beim Krüppelwalmdach können in der unteren Hälfte des Daches Dach- oder Gaubenfenster eingelassen werden.

Flachdach

Ein Flachdach besitzt keine beziehungsweise nur eine geringe Dachneigung. In der Definition unterscheiden sich die Bundesländer geringfügig voneinander. Flachdächer müssen abgedichtet werden, da sich Wasser auf dem Dach ansammeln kann. Sie werden in der Regel mit Bitumenbahnen, Kunststoffbahnen oder Flüssigabdichtungen abgedichtet. Flachdächer haben viele Vorzüge, da die Dachfläche vielfältig genutzt werden kann: als Terrasse, Garten, Parkdeck oder auch zur Belichtung der innen liegenden Räume. Alternativ kommt bisweilen auch eine Dachdeckung aus Metall zum Einsatz.

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