Die Elektroniker der Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik bereichern künftig die Region. Warum eine Absolventin aus der akademischen Laufbahn ins Handwerk wechselte.
Am Freitag, den 30. Januar, war die Tangstedter Mühle in Tangstedt Ort einer besonderen Feier des Handwerks: 27 junge Menschen aus 15 Ausbildungsbetrieben wurden im festlichen Rahmen von ihren Lehrlingspflichten freigesprochen und offiziell in den Gesellenstand der Elektroniker der Fachrichtung Energie und Gebäudetechnik erhoben. Obermeister Andreas Münster führte durch die Zeremonie und betonte, dass der Gesellenbrief die Grundlage einer vielversprechenden beruflichen Zukunft in einem sich stetig wandelnden Handwerk sei.
Neue Techniken und innovative Herausforderungen prägten den Alltag der Elektroniker. Mit Blick auf die Energiewende betonte Münster, dass gerade Gebäudeelektroniker dringend gebraucht würden – etwa für die Installation von Wärmepumpen und Lüftungssystemen sowie für intelligente Steuerungen, die eine Überlastung der Stromnetze vermeiden und zugleich eine zuverlässige Energieversorgung sicherstellen. „Sie können etwas, das viele andere eben nicht können“, unterstrich Münster.
Das sagt die Staatssekretärin
Die Bedeutung des Berufsbildes zeigte sich auch in den Grußworten der Staatssekretärin Julia Carstens vom Arbeitsministerium: „Wir sind uns der Herausforderungen im Handwerk sehr bewusst. Sie sind diejenigen, die unser Land am Laufen halten.“ Schleswig-Holstein sei das „Energiewendeland Nummer eins“ – ein Anspruch, der ohne qualifizierte Fachkräfte nicht zu halten sei. Die Energiewende werde nicht am Schreibtisch, sondern vor Ort, in Gebäuden und Energieanlagen gestaltet, so Carstens weiter. Sie appellierte zudem an die neuen Gesellen, über die Übernahme kleinerer Betriebe nachzudenken, denn gerade diese seien für ländliche Regionen von großer Bedeutung.
Obermeister Münster griff diesen Gedanken in seinem Schlusswort auf und unterstrich noch einmal den Wert lebenslangen Lernens: „Für die Fleißigen, die sich stets weiterbilden, hat unser Handwerk immer noch goldenen Boden.“