Innung des Baugewerbes Neumünster

Vom Lehrling zum Chef

Aus- und Fortbildung in den Bauberufen

Am Bau werden dringend Auszubildende gesucht, um den künftigen Bedarf an Fachkräften decken zu können. Insgesamt bilden über 16.000 Betriebe in den zahlreichen Berufen des Baugewerbes aus. Wer weiterhin möchte, dass das Handwerk zukunftsfähig aufgestellt ist, hält gut ausgebildete Fachkräfte vor. Die Baubranche bietet eine Vielzahl von attraktiven Ausbildungsberufen, Aufstiegschancen und Weiterbildungsmöglichkeiten bis hin zum eigenen Betrieb.

Innungen, Handwerkskammern, Baugewerbeverbände, SOKA-Bau und weitere Partner machen gezielt Marketing, um Schüler für die Ausbildung am Bau zu gewinnen. Ein Beispiel ist das von BMWI und der EU geförderte Programm „Passgenaue Besetzung“, mit dem auch die Handwerkskammern in Schleswig-Holstein kleine und mittlere Unternehmen bei der passgenauen Besetzung von Ausbildungsplätzen und der Integration von ausländischen Fachkräften unterstützen.

Erfolgsmodell duale Berufsausbildung

Bildung „Made in Germany“ und vor allem das duale Berufsausbildungssystem in Deutschland genießen weltweit einen guten Ruf. Das duale System trägt entscheidend zur wirtschaftlichen Stärke bei und bewirkt auch, dass Deutschland eine sehr geringe (Jugend-)Arbeitslosigkeit innerhalb der Europäischen Union vorweisen kann. Der Erfolg liegt mit daran, dass das System historisch gewachsen ist, in der Gesellschaft akzeptiert und von vielen Akteuren mitgetragen wird.

Ende 2016 waren laut ULAK im Baugewerbe deutschlandweit (ohne Berlin) 35.747 Ausbildungsverhältnisse registriert.

Kennzeichnend für das duale System ist die Ausbildung im Betrieb ergänzt durch die Berufsschule, wodurch eine praxisnahe und theoretisch fundierte Ausbildung gewährleistet wird und zwar nach bundeseinheitlichen Standards. Die Sicherung der Ausbildungsfähigkeit von Unternehmen, die Überwachung der betrieblichen Ausbildung und die Durchführung der Prüfungen obliegen den Kammern.

StudiLe Studium mit integrierter Lehre

Vor dem Hintergrund des Bedarfs an Fach-und Führungskräften sowie Betriebsnachfolgern ist 2004 das Ausbildungsprogramm StudiLe von der Handwerkskammer Lübeck gemeinsam mit der Fachhochschule Lübeck und weiteren Partnern ins Leben gerufen worden. Es ermöglicht eine handwerkliche Lehre in Verbindung mit einem Studium in den Bereichen Bauwesen, Maschinenbau, Elektrotechnik und Informatik. „Mittlerweile haben wir jährlich rund 30 bis 40 neue Teilnehmer, im Baubereich sind es rund 20“, sagt Projektkoordinator Marc Lode von der Handwerkskammer Lübeck.

Im Fachbereich Bauwesen werden passend zur Lehre in einem Bauberuf zwei verschiedene Studienmöglichkeiten angeboten: der Bachelor-Studiengang Architektur mit 6 Semestern und der Bachelor-Studiengang Bauingenieurwesen mit 7 Semestern Studienzeit. Nach Abschluss von StudiLe hat der Absolvent einen Doppelabschluss mit Gesellenbrief und Bachelor.

Bei StudiLe werden Praxis und Theorie optimal miteinander verbunden. Die Ausbildung erfolgt an den drei Lernorten Betrieb, Berufsschule und Hochschule. Betriebe profitieren von sehr gut ausgebildeten Fach- und Führungskräften und die Absolventen von den Berufs- und Karrierechancen.

Qualifizierung zum Technischen Betriebswirt

Inhaber oder Geschäftsführer von Baubetrieben suchen häufig motivierte Auszubildende, auch in der eigenen Familie, die sie als Führungskraft oder Nachfolger aufbauen können. Hier setzt der Lehrgang zum Technischen Betriebswirt an, der speziell auf die Bedürfnisse von kleinen und mittleren Unternehmen zugeschnitten ist. Er verbindet die handwerkliche Ausbildung mit einer betriebswirtschaftlichen Zusatzqualifikation, wird parallel zur Ausbildung absolviert und schließt mit einer Kammerprüfung ab. Das Fortbildungszentrum der Handwerkskammer Lübeck bietet den Lehrgang seit 2006 an.

Aufstiegsfortbildung in der Bauwirtschaft

Ausgehend von der Berufsausbildung haben die Sozialpartner in der Bauwirtschaft eine Aufstiegsfortbildung durch Tarifverträge und gesetzliche Verordnungen geregelt. Dabei erwirbt der Mitarbeiter Praxiserfahrung auf der Baustelle und besucht in den Wintermonaten Lehrgänge. Auf diesen kann er sich zum Vorarbeiter, Werkpolier oder Geprüften Polier weiterqualifizieren.

Herzstück des Handwerks: Meisterprüfung

Es bringt viele Vorteile mit sich, nach der Gesellenprüfung noch den Meistertitel zu machen. Der Titel ist für jeden Betrieb ein gutes Aushängeschild und genießt auch international hohe Wertschätzung bei Kunden. In einem zulassungspflichtigen Beruf ist der Meistertitel Voraussetzung, um sich selbst¬ständig zu machen und Lehrlinge ausbilden. Auch für die Karriere mit Betriebsübernahme, Firmengründung, Führungsposition oder Studium bietet der Meister das beste Fundament.

Der Weg zum Meister erfolgt Schritt für Schritt. Voraussetzung zur Zulassung ist eine bestandene Gesellenprüfung, bei einem fachfremden Meister braucht man Berufser¬fahrung. Die Handwerkskammern Flensburg und Lübeck geben gerne Auskunft.

Die Meisterprüfung gliedert sich in vier selbständige Teile in den Bereichen Fachpraxis, Fachtheorie, Wirtschaft/Recht sowie Berufs-/Arbeitspädagogik. Die Handwerkskammern bieten berufsbegleitend oder in Vollzeit entsprechende Vorbereitungskurse an. In Schleswig-Holstein haben in den vergangenen zwei Jahren 60 Maurer und Zimmerer ihre Meisterprüfung bestanden.

Quelle: BGV SH


Baugewerbeverband fordert, Aufträge im Land zu lassen

Kommunen bekommen Extragelder für Infrastruktur vom Land

Kiel. Die Kommunen in Schleswig-Holstein sollen entlastet werden. Sie bekommen nicht nur mehr Geld für den Bereich Kita, sondern auch für die kommunale Infrastruktur. Das ist das Ergebnis der heutigen Spitzengespräche der Landesregierung mit den Vertretern der kommunalen Landesverbände.

„Wir begrüßen es sehr, dass die Städte, Gemeinden und Kreise entlastet werden und das Land dadurch notwenige Investitionen mit anschiebt. Bereits seit Jahren setzen wir uns gegen Mangelwirtschaft und für die Sanierung und Aufrechterhaltung auch der kommunalen Infrastruktur ein“, sagt Georg Schareck, Hauptgeschäftsführer des Baugewerbeverbandes Schleswig-Holstein, Kiel. Der Verband habe vor allem im Blick,dass es dem Land gut gehe. „Ohne funktionierende öffentliche Infrastruktur und Investitionen in unseren Nachwuchs haben wir keine ausreichende Bildung und keinen zukunftssicheren Wirtschaftsstandort. Dies sind wichtige Eckpfeiler für unsere Bauwirtschaft auch als wichtigem Träger der gesamtwirtschaftlich positiven Lage unserer Wirtschaft.

“Im Einzelnen sieht der Konsens folgende Regelung vor: Das Land wird das kommunale Investitionspaket in Höhe von 34 Mio. Euro von 2018 bis 2020 um jeweils 15 Mio. Euro aufstocken. Weitere 50 Mio. Euro gehen in die Sanierung und den Neubau im Schulbereich, 7,5 Mio. Euro gibt es für Sportstätten. Die kommunalen Landesverbände akzeptierten im Gegenzug, dass damit eine Grundlage dafür geschaffen ist, auf der die Kommunen ihrer Aufgabe im kommunalen Straßenausbau nachkommen können.

„Wir begrüßen auch, dass die Kommunen in die Lage versetzt werden, langfristig Straßenausbaubeiträge flexibel und ohne Verdrängungswettbewerb untereinander zu handhaben“, sagt Schareck. Auch das ist eine langjährige Anmahnung des Verbandes an die Politik, der viele infrastrukturelle Maßnahmen in der Erhaltungspflicht des Staates sieht und darauf verweist, dass es durchaus Möglichkeiten für die Kommunen gibt, die Finanzierungsfragen wirtschaftlicher als bisher zu handhaben, so dass auch die Spitzenlast für einzelne Bürger entfällt.

„Das millionenschwere Paket an die Kommunen wird in absehbarer Zeit Baumaßnahmen nach sich ziehen. Wir mahnen aber die öffentlichen Auftraggeber an,die Aufträge im Land zu vergeben“, sagt Schareck. Der BGV SH fordert ein klares Bekenntnis zur Auftragsvergabe in Schleswig-Holstein. Das stärke nicht nur die regionalen mittelständischen Betriebe und ihre Mitarbeiter, sondern auch die gesamte Wirtschaftskraft des Landes über Steuern und Abgaben und käme allen Menschen zugute.

Quelle: Baugewerbeverband Schleswig-Holstein Kiel


Ausbildung im Bauhandwerk

Umfrageergebnisse des 1. Ausbildungsjahres 2017 zur Berufsfindung!

Die einzelnen Umfrageergebnisse erhalten Sie im internen Bereich unter "Allgemeines"

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Handwerk zum Anfassen und Mitmachen

-Kinderferienspaßaktion-

Am 07.08.2017 waren 11 Kinder und Jugendliche mit Feuereifer dabei sich handwerklich im Rahmen der Kinderferienspaßaktion der Kreishandwerkerschaft Mittelholstein auszuprobieren.

Die Innung des Baugewerbes NMS und Elektro-Innung NMS hatten sich dieses Jahr zum Ziel gesetzt, Handwerk für Kinder und Jugendliche in den Sommerferien einmal praktisch erlebbar zu machen. Einen ganzen Vormittag lang bauten jungen Teilnehmer/innen zusammen mit dem stv. Obermeister der Elektro-Innung Fred Woebs und Ausbildungsmeister der überbetrieblichen Ausbildungsstätte der Innung des Baugewerbes, Torge Steenblock, an unterschiedlichen Stationen eine Betonleuchte. Zuerst wurde die Schalung aus Holz gebaut, dann wurde der Beton angerührt und gegossen. Auch die elektrische Verkabelung mit Schalter wurde mit fachmännischer Unterstützung eingebaut. Als nach dem gemeinsamen Grillen der Beton trocken war, die Schalung entfernt werden konnte und die Betonlampen funktionierten waren alle Teilnehmer sichtlich stolz. Etwas mit den eigenen Händen zu erschaffen hat allen Spaß gemacht. Von Berührungsängsten vor Stechbeitel, Hammer, Akkuschrauber oder Säge war nicht das Geringste zu spüren.

Ganz im Gegenteil; als die Eltern die jungen Teilnehmer/innen gegen 14:00 Uhr wieder abholen wollten, waren diese noch fleißig dabei sich im Sägen, Schleifen und Nägel einschlagen zu üben. Auf jeden Fall eine lohnenswerte Aktion, die ja vielleicht das Handwerk bei der späteren Berufswahl in Erinnerung ruft.

Impressionen Ferienspassaktion


Hilfe bei der Suche nach dem Ausbildungsplatz im Bauhauptgewerbe

Die Innung des Baugewerbes Neumünster, die Baugewerbe-Innung f. d. Kreis Segeberg und der Baugewerbeverband unterstützen vor Ort

Bereits in einigen Wochen beginnt das neue Ausbildungsjahr. Diejenigen, die noch keinen Ausbildungsvertrag abgeschlossen haben, aber Interesse an einer Berufsausbildung in der Bauwirtschaft haben, finden Unterstützung über die Innung des Baugewerbes Neumünster, die Baugewerbe-Innung f. d. Kreis Segeberg und beim Baugewerbeverband chleswig-Holstein in Kiel.

„Die Baubranche bietet eine Vielzahl von Ausbildungsberufen, die für junge Frauen und Männer attraktiv sind“, sagt BGV-Geschäftsführer Jan Jacobsen. Insgesamt bilden in Deutschland über 14.594 (Stand 31.12.2016) zumeist inhabergeführte mittelständische Betriebe in einem oder mehreren der 18 Berufe im Hoch-, Tief- oder Ausbau aus. In Schleswig-Holstein sind es mehr als 1.000 Ausbildungsbetriebe.

Obwohl deutschlandweit jährlich viele Lehrlinge ihre Ausbildung erfolgreich abschließen, mangelt es auf den Baustellen an ausgebildeten Fachkräften. (11.282 Auszubildende waren Ende 2016 im dritten Ausbildungsjahr.) „Die Branche ist besorgt über den Ausfall an Fachkräften, da mehr Beschäftigte das Rentenalter erreichen, als junge Fachleute nachrücken“, sagt Jacobsen. Verschärft wird die Lage dadurch, dass die Bauwirtschaft boomt. Derzeit sind alleine in der Jobbörse der SOKA-BAU (Sozialkassen der Bauwirtschaft) rund 37.000 freie Stellen in der Baubranche gelistet.

„Wir müssen dem Nachwuchs vermitteln, dass die Berufe in der Baubranche komplex und attraktiv sind“, sagt Jacobsen. Zu lange habe man das öffentliche Image dieser Berufe vernachlässigt. Dabei haben moderne Techniken und Materialien das Berufsbild in vielen Bereichen nachhaltig verändert. Neue Verfahren, wie das energieeffiziente Bauen oder die Digitalisierung, machen diesen Wirtschaftszweig sehr modern, vielseitig und faszinierend anspruchsvoll. Bei der Kombination aus Handwerk und Hightech ist jetzt Fachwissen gefragt, aber auch klassisches Anpacken.

„Wir wissen aus Befragungen auch, dass die jungen Menschen heute auf Karriere durch Weiterbildung setzen“, sagt Jacobsen. Mehr als die Hälfte der befragten Auszubildenden und der Junggesellen strebten die Meisterprüfung an, jeweils rund ein Drittel wolle Polier werden oder plane ein anschließendes Studium im Baubereich. Die guten Aufstiegschancen und Weiterbildungsmöglichkeiten im Baugewerbe machen es zudem möglich, später einen eigenen Betrieb zu führen.

Eine aktuelle Studie der SOKA-Bau und des FAZ-Instituts hat gezeigt, dass die Jugendlichen, die sich für eine Ausbildung in einem der 18 Berufe am Bau entschieden haben, mit ihrer aktuellen Berufsausbildung am Bau zufrieden (93,5 %) sind, ein Viertel von ihnen gab an, sogar sehr zufrieden (24,8 %) zu sein.

Sie suchen noch einen Ausbildungsbetrieb in oder um Neumünster oder im Kreis Segeberg? Schauen Sie in unsere Ausbildungsplatzbörse oder rufen Sie uns an: 04321/60 88 0 (Innung des Baugewerbes Neumünster) oder 04551/ 99 68 0 (Baugewerbe-Innung f. d. Kreis Segeberg).


Von der grauen Maus zum weißen Schwan

Zahlreiche Aufträge von privat und öffentlicher Hand: Das Baugewerbe in Neumünster profitiert von Sanierungen und Neubauten


So sieht ein zufriedener Handwerker aus. Und zufrieden hört sich Lothar Kutkowsky auch an, als er über das Neumünsteraner Baugewerbe spricht: Der Obermeister, der seit rund neun Jahren der Baugewerbe-Innung vorsteht, reiht einen positiven Trend an den nächsten. Der Grundtenor: Die Auftragsbücher sind gut gefüllt, in der Folge geht es den Betrieben ebenfalls gut.

Denn aktuell werden viele Bauvorhaben in der Stadt und in ihrem Umfeld umgesetzt. Häufig stehen energetische Sanierungen älterer Häuser an, erläutert Lothar Kutkowsky, der einen Zimmerei- und Dachdeckerbetrieb in Einfeld führt. „Zahlreiche Häuser aus der Zeit vor und nach dem Zweiten Weltkrieg sind mittlerweile ‚in die Jahre gekommen‘ und benötigen dringend eine Sanierung. Es sind aber auch Gebäude aus den 70er und 80er Jahren, die nun an der Reihe sind“, sagt der Obermeister: „Sie entsprechen nicht mehr der neuesten Energieeinsparverordnung, kurz EnEV, da ist viel zu tun.“

Die anhaltende Niedrigzinsphase befördert dabei die Entschlusskraft vieler Auftraggeber, die energetische Sanierung von Gebäuden und ganzer Baugebiete in der Stadt an der Schwale voranzutreiben. Neue Türen, neue Fenster, eine bessere Dämmung oder endlich ein Carport – auch aufgrund der Eigeninitiative vieler privater Hausbesitzer geht es dem Baugewerbe zur Zeit richtig gut. „Auf der Bank bringt das Geld kaum noch Zinsen – deswegen investieren die Leute im Moment lieber in ihre Immobilie und dabei vor allem in mehr Wohnqualität“, sagt Lothar Kutkowsky. Sein Ratschlag: „Je mehr energetisch saniert wird, desto günstiger kommt man an Fördergelder, beispielsweise über die Kreditanstalt für Wiederaufbau, kurz KfW. Zum Abschluss der baulichen Maßnahme wird die Funktionalität gemessen – unter anderem mit dem sogenannten Blower Door Test, bei dem das Gebäude systematisch auf Undichtigkeiten überprüft wird.

Die Bedeutung guter Dämmung und eines niedrigen Energiebedarfs von Gebäuden wird dem Experten zufolge seit Jahren durch die Medien und den Gesetzgeber ins öffentliche Bewusstsein der Gesellschaft gerückt. Die Veränderung in den Köpfen mündet nun auch in der Praxis konkrete Projekte: Zum Beispiel das Baugebiet mitten in der City nahe der Plöner Straße – dort entstehen derzeit zahlreiche Einfamilienhäuser in hochwertiger Bauweise und mit niedrigem Energiebedarf. Letzterer wird in etlichen Bereichen rund ums Baugewerbe anhand vieler technischer und funktionaler Innovationen in der Wirklichkeit umgesetzt. Maßgeblich sind moderne Baustoffe und ihre fachmännische Verarbeitung im Bau: „Jedes Dach, das neu eingedeckt wird, muss entsprechend der EnEV gedämmt sein“, erläutert Kutkowsky. Während in den 70er Jahren Dämmmaterial in einer Stärke von vielleicht 10 Zentimetern eingebaut wurde – oft mit reichlich ungedämmten Zwischenräumen – sei heute eine Schichtdicke von über 30 Zentimetern schon durchaus üblich.

Auch in Einfeld wird kräftig gebaut. Dort entstehen nahe des Einfelder Sees mehrere größere Gebäude, sogenannte Mehrgenerationenhäuser, die unter anderem behinderten- und seniorengerechte Wohnungen bieten. Breitere Türen werden eingebaut, die Bäder werden entsprechend den Bedürfnissen angelegt – beispielsweise mit bodenebenen Duschen, die für gehbehinderte Menschen geeignet sind, und Küchen einschließlich Arbeitsbereichen, die unterfahrbar sind. „Auf diese Weise können sich dort Menschen im Rollstuhl erheblich besser bewegen“, so Lothar Kutkowsky. Weiter sind Fahrstühle ins Gebäudekonzept einbezogen, die Elektrik wurde im Voraus an den individuellen Bedarf angepasst.

Der Effekt dieses Projekts und vieler weiterer Bauvorhaben – auch solchen, die wie der intensive Ausbau des Glasfasernetzes durch die Stadtwerke nicht sichtbar, sondern nur funktional sind - wird und nach immer offensichtlicher, urteilt der Experte: „Es hat sich viel getan bei uns. Neumünster verwandelt sich langsam, aber stetig von der grauen Maus in einen weißen Schwan.“

Info zur Innung des Baugewerbes in Neumünster:

Der Baugewerbe-Innung gehören Maurer, Zimmerer und Betonbauer an. Auch Straßen- und Kanalbauer sowie Fliesenleger zählen dazu. 

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