Klare Worte zu Schwarzarbeit und Bürokratie
Krückmann kritisierte die Schwarzarbeit als Schlag ins Gesicht ehrlicher Betriebe und forderte Schutz vor unfairem Wettbewerb sowie konsequente Kontrollen. Ein weiterer Dauerbrenner bleibe der Bürokratieabbau: „Selbst kleine Betriebe müssen sich inzwischen mehr mit Formularen als mit Kunden beschäftigen.“
Infrastruktur als Standortfaktor
Ein Schwerpunkt des Empfangs war die Infrastruktur als wirtschaftliche Lebensader für Mittelholstein. Die Wirtschaftsregion Hansebelt zwischen Hamburg und Kopenhagen, der zügige Weiterbau der A20 bei Bad Segeberg und die bessere Anbindung Norderstedts an die A7 seien entscheidende Standortfaktoren. Schlechte Verkehrsverbindungen bedeuteten geringere Produktivität, höhere Kosten und sinkende Attraktivität für Fachkräfte. „Handwerk und Mittelstand sind das Rückgrat unserer Region“, sagte Krückmann.
A20-Ausbau im Fokus
In einer Podiumsdiskussion diskutierten der Unternehmer und Honorarkonsul der Republik Finnland Bernd Edgar Jorkisch, Bad Segebergs Bürgermeister Toni Köppen und Handwerkskammer-Präsident Ralf Stamer. Live zugeschaltet war Wirtschafts- und Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen (CDU). Thema war der Ausbau der A20, dazu hielt Stamer fest: „Das wird uns allen gut tun.“ Madsen betonte, beim A20-Ausbau in Bad Segeberg werde nichts mehr schiefgehen, für den Abschnitt stünden 550 Millionen Euro zur Verfügung. Jorkisch verwies auf ein langes Verfahren, dessen Startschuss nun endlich gefallen sei. Trotz europaweiter Ausschreibung profitiere auch das regionale Handwerk, betonte Stamer. Bürgermeister Toni Köppen ergänzte, der gesamte Kreis werde gewinnen, auch der Wohnungsbau. Der A20-Ausbau entlaste darüber hinaus die Stadt, Schwerlastverkehr und rund 15.000 Fahrzeuge täglich würden künftig außerhalb des Stadtgebiets geführt. Einen Termin für den Spatenstich gebe es allerdings noch nicht. Ralf Stamer bilanzierte: „Ich kenne kein Argument, warum wir die A20 nicht haben sollten.“