Polsterei Maike Kunert

Polsterei Maike Kunert

Raumausstattermeisterin

Altes Design, neuer Bezug

Das alte Sofa ist durchgesessen, der Stoff zerschlissen. Doch das Gefühl sagt: für den Müll zu schade! Ein Fall für Maike Kunert – die Raumausstatterin setzt alte Liebhaberstücke meisterlich instand. 

Ein Gespür für passende Farbnuancen und stilgerechtes Design – diese Talente sind unabdingbar für Raumausstatterin Maike Kunert in Wesenberg, Ortsteil Ratzbek. In ihrer Werkstatt etwa zehn Kilometer südlich von Lübeck setzt die Meisterin in Handwerksqualität die Wünsche ihrer Kunden um, die liebgewonnene Möbelstücke nicht einfach wegwerfen wollen. Kunert berät bei der Auswahl eines passenden neuen Bezugs aus einem großen Mustersortiment und fertigt darüber hinaus noch Fensterdekorationen und hochwertigen, maßgeschneiderten Sonnenschutz wie Plissees, Duette, Jalousien. Der 2001 gegründete Betrieb bietet für alle Aufträge einen Abhol- und Lieferservice an.

Wesenberg. „Ich bin durch und durch eine Handwerkerin“, sagt sie über sich. Die Raumausstatterin Maike Kunert steht in ihrer Werkstatt und zeigt, worum es bei ihrem Handwerk geht. Sie setzt alte, gebrauchte, teils zerschlissene und trotzdem geliebte Möbelstücke wieder instand; die Meisterin bezieht die Sofas, Sessel und Stühle, die die Kunden zu ihr in die Werkstatt bringen, mit neuen Stoffen und bringt die Federung auf Vordermann.

„Ich reiße auch schon einmal 100 Jahre alte Möbel auseinander“, schildert sie mit einem verschmitzten Lächeln. Doch zerstörerisch erscheint ihr Tun höchstens im ersten Moment – im Lauf der Arbeit wird stets deutlich, dass die alten Sitzgelegenheiten in ihrer Werkstatt den Charme und das Design, dass heute oft nur noch schwer zu bekommen ist, behalten. Kunert erneuert behutsam, was nicht mehr zu retten ist – und ersetzt es zum Stil passend.

„Die Leute kommen oft zu mir, weil sie ein bestimmtes Möbelstück über die Jahre liebgewonnen haben und es nicht einfach wegschmeißen wollen, nur weil beispielsweise der Stoff zerschlissen ist“, erläutert Kunert. „Ich muss es immer auch selbst gut finden, das ist das eine; außerdem ist jeder Auftrag ein einzigartiges Projekt. Beides ist sehr wichtig für mich.“ 

Und die Kunden kommen zu ihr, beispielsweise, um Möbel des skandinavischen Barocks und weitere Antiquitäten aufarbeiten zu lassen. Außer Stilmöbeln kümmert sich Kunert auch um Bootspolster, das Absteppen von Stoffen und Polsterungen, die Reparatur oder Erneuerung von Federschnürungen. Eine neue Gurtung wirkt Wunder gegen durchgesessene Sofasitzflächen. Darüber hinaus fertigt sie im Bereich Fensterdekoration auch Gardinen und Sonnenschutz.

Die Meisterin betont: Zwar sei das Handwerk eines Raumausstatters ein sehr kreativer Beruf, der viele Möglichkeiten der Gestaltung zulasse, doch bei aller Fantasie sei auch ein systematisches Vorgehen wichtig. „Der Verlauf der alten Nähte wird auf Schablonen übertragen und von diesen auf den neuen Stoff. Auf diese Weise kann der neue Bezug, beispielsweise bei einem Wechsel von Leder auf Stoff, eins zu eins an denselben Stellen vernäht werden.“ Die Unterkonstruktion des Möbels bleibe schließlich erhalten, werde nur sehr selten strukturell verändert.

„Küchensofas von früher, die hochbeinig sind und am besten noch eine hochklappbare Armlehne haben – die sind wieder sehr gefragt“, sagt Kunert zu aktuellen Designtrends, die sich in den Wünschen ihrer Kunden widerspiegeln. Beim Aussuchen eines neuen Bezugstoffs hat man in ihrer Werkstatt die Qual der Wahl: Kunert kann Hunderte verschiedenster Dessins als Muster präsentieren. Die Kunden müssen sich dann ihr Möbel nur mehr mit dem neuen Stoff vorstellen und sich für einen entscheiden. „Gestreifte Stoffe sind ein Klassiker, die sind mehr oder weniger zeitlos“, so Kunert.

Die Raumausstatterin investiert kaum in Außenwerbung, sie setzt darauf, dass sich die Qualität ihres Handwerks herumspricht. Die Auftragslage ihres Betriebs ist gut, ihre Kunden müssen mit etwa zwei bis drei Monaten Vorlauf rechnen, bis ein Auftrag erledigt werden kann. Drei Vormittage in der Woche hilft ihr die Mitarbeiterin Stephanie Scheel. Es gibt Arbeiten, insbesondere bei sperrigen Möbeln, die zu zweit sehr viel einfacher zu bewältigen sind. 

Nach ihrer mittleren Reife wurde Maike Kunert zunächst Landschaftsgärtnerin. Mit 22 Jahren sattelte sie um und begann als Raumausstatterin neu. Schließlich machte sie in diesem Handwerk ihren Meistertitel – mit gerade einmal 28 Jahren. Heute kümmert sie sich aktiv als stellvertretende Obermeisterin der schleswig-holsteinischen Raumausstatter-Innung um die Belange der 60 Mitgliedsbetriebe.


Galerie

Polsterei Maike Kunert Raumausstattermeisterin

Kontakt

Polsterei Maike Kunert
Maike Kunert-Brüß
Dorfstraße 26
23858 Wesenberg OT Ratzbek

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04533 61666

0171 4441583

polsterei-maike-kunert(at)gmx.de


Auszeichnungen

Meistertitel


Fakten

  • Gründungsjahr
    13.01.2001
  • Mitarbeiter
    1
  • Sprachen
    Deutsch
  • Gewerke
    Raumausstatter