Ja zum Meister!

Mehr und mehr wird es für das Handwerk in Deutschland und somit auch für das organsierte Handwerk im Bezirk der Kreishandwerkerschaft Mittelholstein wichtig sich um den Erhalt des Handwerks zu kümmern.

 

Meisterpflicht im Handwerk

Ja zum Meister!

Meisterpflicht im Handwerk nach wie vor ein Muss.

Mehr und mehr wird es für das Handwerk in Deutschland und somit auch für das organsierte Handwerk im Bezirk der Kreishandwerkerschaft Mittelholstein wichtig sich um den Erhalt des Handwerks zu kümmern. Demografischer Wandel und Fachkräftemangel sind in diesem Zusammenhang nur 2 Stichworte. Um in diesen Bereichen richtig und nachhaltig zu reagieren  müssen die Arbeitsmarktpotenziale von Jugendlichen, Frauen, Älteren, Geringqualifizierten, Zugewanderten und Flüchtlingen noch besser erschlossen und Fachkräfte aus dem Ausland angeworben werden. All das ist, zweifelsohne, wichtig.

Erste Priorität ist es aber, ein klares und deutliches Signal für berufliche Bildung und insbesondere für die duale Ausbildung auszusenden. Ein solches Signal ist dringend nötig, denn immer mehr Jugendliche streben das Abitur und ein Studium an, und es wird für unsere Betriebe immer schwieriger, qualifizierten Nachwuchs zu finden. Dabei ist und es bleibt es die berufliche Bildung, die die Basis für die Fachkräftesicherung in Deutschland bildet. Sie ist entscheidend für Arbeitsmarktnähe und leistet einen erheblichen Beitrag zu der niedrigen Jugendarbeitslosigkeit in unserem Land. Zum Funktionieren der beruflichen Bildung gehört selbstverständlich und in erster Linie auch die Meisterqualifikation. Sie ist unabdingbar.

Für uns ist es daher in keiner Weise nachvollziehbar, warum es Bestrebungen auf  EU-Ebene gibt, den Meisterbrief als qualifikationsgebundenen Berufszugang zum Handwerk abzuschaffen. Der Meisterbrief als Zugangsvoraussetzung zum Handwerk sichert die Qualität der handwerklichen Dienstleistung und sichert die duale Ausbildung im Handwerk, um zwei nur wichtige Argumente zu nennen.

Gerade die Duale Ausbildung ist ein wichtiger Stützpfeiler für unser gesamtes Ausbildungssystem. Sie vereint Theorie und Praxis und stellt sicher, dass Jugendliche nicht am Bedarf der Unternehmen vorbei ausgebildet werden. Sie ist somit ein Garant gegen Jugendarbeitslosigkeit. Aber die Duale Ausbildung kann nur funktionieren, wenn sich ausreichend qualifizierte Betriebe an diesem System beteiligen und dies sind im Handwerk die Meisterbetriebe! Die Abschaffung der Meisterpflicht gefährdet die Zukunftsfähigkeit und die Qualität im Handwerk.

Dies ist nicht einfach so daher gesagt, sondern die Erfahrungen, die wir mit der Handwerksnovelle aus dem Jahr 2002 gesammelt haben, zeigen genau dieses. In den in die Anlage B1 überführten Gewerken, ich nenne: die Fliesenleger, Raumausstatter, Gebäudereiniger, Bodenleger und Segelmacher, finden Meisterprüfungen kaum noch statt, der Anteil der ausbildenden Betriebe ist dramatisch gesunken, und die Überlebensdauer der neugegründeten Betriebe am Markt hat sich dramatisch verkürzt. Solche Entwicklungen können wir weder gut heißen, noch wollen wir sie.

Der Meisterbrief sichert die Qualität der Berufsausbildung, er gibt das Rüstzeug für eine erfolgreiche Selbstständigkeit, er sichert die Qualität im Handwerk und er ist damit aktiver Verbraucherschutz. Sie sehen also die Meisterpflicht kommt allen Seiten zu Gute. Ich hoffe auch im Namen der Kreishandwerkerschaft Mittelholstein und sämtlicher ihr angeschlossenen Innungen sehr darauf, dass uns die Meisterpflicht erhalten bleibt. 

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