Ausbildung im Handwerk

Ausbidung im Handwerk

Fachkräfte sind gefragt

Sapperlot! Das ist ja kaum zu fassen. Rund 33.500 Prüflinge haben trotz Corona in diesem Jahr an den allgemeinbildenden Schulen im Lande einen Abschluss gemacht und trotzdem fehlen im Handwerk noch jede Menge Auszubildende. Dabei hat doch gerade die Corona-Krise gezeigt, wo der Frosch die Locken hat! Behörden, Kaufhäuser, ganze Berufszweige wurden ins „Lock-Out“ geschickt, oder doch wenigstens ins „Home-Office“ oder in Kurzarbeit. Handwerker dagegen sind recht gut durch Corona gekommen. Gewiss, Abstand halten wo möglich und die Einhaltung der Hygienevorschriften waren auch für das Handwerk selbstverständlich, aber gerade auf dem Bau ging es weiter. Auch der Reparatursektor war nicht betroffen, denn Wasserrohre, die undicht werden, oder elektrische Anlagen, die plötzlich nicht mehr funktionieren, müssen in Ordnung gebracht werden, egal, ob Corona oder nicht. Und, wer hat die tausende von Quadratmetern Acrylglas, die jetzt Läden und Büros bis hin zum Amtsgericht zieren, angebracht? Na klar, die Handwerker!

Dazu kommt noch, dass sich viele Pläne der Absolventen, nach der Schule ein Auslandsjahr einzulegen, durch Corona verflüchtigt haben und kein Mensch kann heute sagen, wie die Entwicklung in den USA, Afrika oder Australien in den nächsten Monaten voranschreitet. Auch mit einem gesicherten Studium Beginn zum Wintersemester können nicht alle rechnen, da die Abstandsregeln wohl noch lange gelten werden. In Hörsälen, in die sonst 80 oder 100 Studenten passten, dürfen nur noch 25 hinein? Verzweifelt arbeiten viele Dozenten an Plänen, die dreiviertel Fernstudium zu Hause am Rechner beinhalten und nur wenige Präsenzveranstaltungen. Inwieweit das erfolgreich sein kann, mag jeder für sich selbst beurteilen.

Da bietet sich doch das Handwerk als Alternative geradezu an: Drei Jahre Ausbildung bis der Corona-Spuk vorbei ist, dabei schon ganz anständig verdienen und den Eltern nicht mehr auf der Tasche liegen, das wäre schon mal der erste Pluspunkt. Dann das breite Spektrum, das das Handwerk bietet: Holz oder Metall, Hoch-oder Tiefbau, Kfz-Elektronik oder Mechatronik, hochkomplexe Maschinen oder einfache Werkzeuge, hier ist für jeden etwas zu finden; rund 130 Berufe stehen zur Auswahl.
Und für den, der nach Höherem strebt, ist mit dem Gesellenbrief natürlich noch lange nicht Schluss, Meister, Techniker oder Ingenieur sind Ziele.

Und: Im Handwerk ist Emanzipation schon lange Wirklichkeit. Hier zählt nur, was Eine oder Einer kann, nicht, ob er Mann oder Frau ist. Und, da Körperkraft durch innovative Technik mehr, als ausgeglichen wird, ist das Märchen von den männertypischen Berufen schon lange Geschichte.

Kreishandwerksmeister Michael Kahl berichtet, dass die Auftragsbücher der Gewerke gut gefüllt sind und Fachkräfte nach wie vor gefragt!

Da kann´s doch nur eins geben: Absolventen des Corona-Jahres, macht Euch schlau und nutzt die Beratungsangebote der Kreishandwerkerschaft Mittelholstein unter
www.handwerk-mittelholstein.de/bildung.html „Join the Team!“

Wir wollen Zukunft gestalten – gemeinsam mit Ihnen!