Einschreibungsfeier 2017

Feierliche Einschreibung ins Goldene Buch des Handwerks Mittelholstein

775 neue Lehrlinge in Mittelholstein begrüßt

Bad Segeberg. Mit drei Stockschlägen war die Sache perfekt: Am Donnerstag, 28. September fand die zentrale Einschreibungsfeier der Kreishandwerkerschaft Mittelholstein in Bad Segeberg statt. Zahlreiche neue Lehrlinge aus den Innungen schrieben sich in das goldene Buch ein.

Es ist gute Tradition, dass sich die frischgebackenen Azubis in  das goldene Buch der Kreishandwerkerschaft Mittelholstein eintragen – und auf diese Weise feierlich, im Beisein ihrer Familien, Freunden und der Obermeister der Innungen, aufgenommen werden ins regionale Handwerk. Im Kreis Segeberg und dem Stadtkreis Neumünster wurden aktuell 775 neue Lehrverträge abgeschlossen – im Vorjahr waren es 834. Ein guter Teil der Auszubildenden marschierte unter lautem Beifall in die Halle ein. 

„Alles richtig gemacht“

„Sie haben den Schritt in eine handwerkliche Lehre gewagt. Dazu kann ich nur sagen: alles richtig gemacht“, sagte Kreishandwerksmeister Michael Kahl in der Segeberger Kreissporthalle. Für deren Lehrzeit gab er ihnen eine selbstbewusste Haltung mit auf den Weg – und sprach direkt den in allen Innungen herrschenden Fachkräftemangel an. Viele Betriebe könnten vorhandene Aufträge oft nicht abarbeiten beziehungsweise künftige gar nicht erst annehmen. Die Azubis von heute seien deshalb gefragt wie nie, so Kahl. Das Handwerk bilde nach wie vor einen der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren in Deutschland, sagte er weiter. Die Zukunft der Lehrlinge sei sicher: „Mit einer handwerklichen Lehre werden Sie überall auf der Welt Arbeit finden.“ Und zwar weltweit – genieße doch das deutsche duale Ausbildungssystem einen hervorragenden Ruf. Zugleich forderte der Kreishandwerkermeister dazu auf, lernbereit, wissbegierig und auch kritikfähig zu sein: „Weltverbesserer wird man nicht über Nacht; man muss drei Jahre lernen.“

„Qual der Wahl“

Von der „Qual der Wahl“ sprach Günther Stapelfeldt, Präsident der Handwerkskammer Lübeck. Manche Entscheidungen im Leben seien nicht immer einfach. Er freute sich, dass die jungen Auszubildenden sich bei der Entscheidung, wie es nach der Schule weitergehen soll, sich für die „Wirtschaftsmacht von nebenan“ entschieden hätten. In diesem Jahr seien sogar mehr Ausbildungsverträge im Kammerbezirk und landesweit abgeschlossen worden, unterstrich Stapelfeldt: In ganz Schleswig-Holstein sei hier ein Plus von 192 Verträgen zu verzeichnen, insgesamt sind es 6425 neue Ausbildungsverträge. Im Handwerk könnten die jungen Menschen ihre Fähigkeiten entdecken, diese ausbauen und perfektionieren. Sicherlich werde es gute und auch schlechte Tage in der Lehre geben. Doch der Präsident forderte die Azubis auf, „hartnäckig am Ball“ zu bleiben – zumal sie sich sicher sein könnten, dass deren Ausbilder nur das Beste für sie erreichen wollten.

Im unterhaltsamen Teil des Abends nahm der „Maurer Marten“ die Gewohnheiten der Handwerker aufs Korn – beispielsweise, die Hände in den Taschen zu haben und zurückgelehnt „tiefenentspannt“ zu wirken. Die Musikband „Mountain Soul Unit“ der Kirchengemeinde Bad Segeberg sorgte für die musikalische Untermalung. 

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