NordJob 2019

Ausbildungsmesse Nordjob 2019

Wie in jedem Jahr lockte die „NordJob“-Ausbildungsmesse am 7. und 8. Mai wieder hunderte von Schülern der 8. und 9. Klassen der allgemeinbildenden Schulen in den umliegenden Kreisen in die Holstenhallen. Schon vorher hatten sie an ihren Schulen Wünsche geäußert, auf welchen Berufsbereichen sie sich speziell informieren wollten und darauf eigens für sie zugeschnittene Beratungstermine bekommen. Viele wissen aber auch noch gar nicht, was sie später werden wollen. Doch die 345 Schüler und Schülerinnen, die sich bei den Innungen der Kreishandwerkerschaft Mittelholstein angemeldet hatten, gehörten nicht dazu. Den größten Zuspruch erhielten die Kollegen aus dem Bereich Kfz, hier reizten einige der künftigen Azubis besonders die Möglichkeiten der künftigen Elektrofahrzeuge und des autonomen Fahrens. Auf Platz 2 der Beliebtheitskala lag in diesem Jahr das Friseurhandwerk mit 53 festen Beratungsterminen. „Die waren alle gut“, meinte Maike Ehlers aus Bad Bramstedt. „Ein Friseur muss vor allem kontaktfreudig sein und manuelles Geschick besitzen.“ Simone Speck, Obermeisterin der Maler- und Lackiererinnung aus Neumünster konnte außer den 35 festen Terminen noch viele andere Interessenten verzeichnen. Ihnen empfahl sie vor allem in den großen Sommerferien doch eine oder zwei Wochen Praktikum bei einem Malereibetrieb zu machen, dort bekämen sie einen Einblick in den Alltag der Maler. Handwerkliches Geschick verlangt auch der Beruf der Feinwerkmechaniker. Mergim Ramaj und Mika Niedieck von der Firma Kreyenberg aus Norderstedt, die u.a. künstliche Gelenke und Knochennägel herstellen, hatten einige ihrer Produkte mitgebracht. „Unsere Firma wächst und wir haben immer so 8 bis 9 Azubis, die in der Regel alle übernommen werden“, waren die beiden von ihrer Arbeit begeistert. Eine alte Technik zeigte Dachdecker Robin Michaelis von der Firma Meier Bau in Weddelbrook. Mit einem Schieferhammer schlug er aus einer Naturschieferplatter kleine Herzen als Mitbringsel für den bevorstehenden Muttertag. Metin Iksever, Zimmermann im 1. Lehrjahr machte derweilen mit den Schülern den ultimativen Hammertest: Ein zehn Zentimeter langer Stahlnagel sollte mit einem gewöhnlichen Zimmermannshammer mit sowenig Schlägen, wie möglich in einen Fichtenholzbalken getrieben werden. „Lang anfassen und aus dem Handgelenk schlagen, sonst wird das nichts“, verriet er den Schülern. War am Dienstag der andrang auf die Messe noch wegen einiger Schulprüfungen überschaubar, drängelten sich den ganzen Mittwoch hindurch die jungen Leute vor den Ständen nicht nur der Handwerker. Eine tolle Idee, fanden viele der jungen Besucher, denn sie konnten auf dem Rundgang durch die Halle Berufe entdecken, von denen sie noch nie etwas gehört hatten.

Impressionen "NordJob 2019"