Ab 2017 ändert sich der Einsatz von Registrierkassen

Ab 2017 ändert sich der Einsatz von Registrierkassen

Ordnungsmäßige Kassenführung – was ist neu ab 2017?

Ab 2017 ändert sich der Einsatz von Registrierkassen dahingehend, dass die Übergangsfrist zur Nachrüstung elektronischer Kassen zum 31.12.2016 endet. Die Kassensystem müssen jetzt besondere Anforderungen erfüllen, so müssen geschäftstägliche Ausdrucke bei teilmanueller Kassenführung in Form von Z-Bons bzw. bei vollelektronischer Führung in der Art möglich sein, dass die Tagesumsätze, die Geschäftsausgaben und sonstigen Geldbewegungen ersichtlich sind. Insbesondere müssen die unbaren Vorgänge (EC, Lastschrift, Kreditkarte etc.) getrennt dargestellt werden. 

Die Speicherung der Kassendaten muss gewährleistet sein. Insbesondere muss die jederzeitige Ausgabe der gespeicherten Daten für Prüfungen in einem bestimmten Datenformat sichergestellt sein .Es empfiehlt sich, dass der Hersteller ein geeignetes Testat über die Ordnungsmäßigkeit des angebotenen Systems nachweisen kann. Weitere Anforderungen betreffen u.a. dass die zum Gerät gehörenden Organisationsunterlagen (Bedienungsanleitungen, Programmieranleitungen) aufzubewahren sind. Das Kassensystem muss eine maschinelle Auswertbarkeit der erfassten Einzeldaten sicherstellen. Die Speicherung kann im Kassensystem selbst oder auf externen Datenträgern erfolgen. Der Einsatz von elektronischen Kassen ohne Schnittstellenfunktion ist, mangels fehlender maschineller Auswertbarkeit, nicht mehr zulässig. Die Aufbewahrung der digitalen Unterlagen muss digital erfolgen, Daten in ausgedruckter Form sind nicht ausreichend.

Inwieweit geplante weitere Anforderungen realisiert werden, z. B. dass ab 2020 die Kassen über eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung verfügen, bleibt abzuwarten. Wer jetzt eine Kasse neu anschafft kann diese mit den ab 2017 geltenden Anforderungen bis 31.12.2022 nutzen. 

Bei aller Elektronik bleibt die „offene Ladenkasse“ unverändert zulässig. Hier ist darauf zu achten, dass diese auch richtig geführt wird. Der Kassenbericht in der vom Finanzamt verlangten Form hat zum Ziel, den Barumsatz des Tages zu ermitteln:  

Kassentagesbericht
gezählter Tagesendbestand
+ betriebliche Barausgaben
+ Barentnahmen zur Einzahlung z. B. auf betriebliche Bankkonto
- Bareinlagen vom betrieblichen Bankkonto
+ private Barentnahmen
- Private Bareinlagen
- Kassenbestand des Vortages
= Barumsatz des Tages

Ausgehend vom Ergebnis des Kassentagesberichts entwickeln sich die Aufzeichnungen im Kassenbuch.

Für Interessenten, die sich einen Kurzüberblick verschaffen wollen, halten wir eine kleine Informationsbroschüre der DATEV bereit – solange der Vorrat reicht. 

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Text: Steuerbüro Kring & Wittig, Neumünster