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04.06.10

Pressemitteilung Mitgliederversammlung Kreishandwerkerschaft Mittelholstein

Mitgliederversammlung der Kreishandwerkerschaft Mittelholstein in Neumünster

Die allgemeine Wirtschaftssituation im Handwerk scheint sich nach der Frühjahrs-Umfrage der Handwerkskammer Lübeck entspannt zu haben.
Das Handwerk hat sich in der Wirtschaftskrise wieder einmal als stabilisierender Faktor der Gesamtwirtschaft bewiesen, so Kreishandwerksmeister Manfred Arp. Die Politik sollte die Wirtschaftskraft und den gesellschaftspolitischen Einfluss des Handwerks mehr zur Kenntnis nehmen und entsprechend honorieren, so Arp weiter.

Unter den hohen Lohnzusatzkosten und der Abgabenlast haben die Betriebe immer mehr zu leiden.
Hinzu kommt die zunehmend spürbare illegale Konkurrenz, die Schwarzarbeit und die ungesetzliche Beschäftigung.

Kreishandwerksmeister Manfred Arp erneuerte daher die Forderung des Handwerks gegenüber der Politik, für die Kreise Herzogtum Lauenburg, Stormarn und Segeberg eine eigene Ermittlungsgruppe zur Bekämpfung der Schwarzarbeit zu errichten. Vorbild hierfür sei die seit Jahren bewerte Ermittlungsgruppe der Kreise Ostholstein/Plön und der Stadt Neumünster.

Die Image-Kampagne des Handwerks ist mittlerweile angelaufen und zeigt erst Erfolge. Die Wahrnehmung von Jugendlichen wird allgemein bestätigt.

Vorrangig ist es, junge Menschen für das Handwerk zu interessieren und Begehrlichkeiten zu wecken, einen Handwerksberuf mit all seinen Durch- und Aufstiegsmöglichkeiten zu erlernen. Die Karriere-Perspektiven einer berufspraktischen Ausbildung werden in der Öffentlichkeit unterschätzt. So haben auch Handwerksmeister ohne Abitur die Chance an einer Universität zu studieren. Die Ausbildung im Handwerk bleibt für Jugendliche der „goldene Boden“ für die Zukunft. Sie bietet Sicherheit durch lebenslange Erwerbsmöglichkeiten.

Der Kreishandwerkerschaft Mittelholstein gehören 22 Innungen mit insgesamt 986 Betrieben an.
Die Handwerksbetriebe in Mittelholstein bilden 2.265 Lehrlinge aus, davon sind 472 weiblich. Im Herbst des vergangenen Jahres haben die Handwerksbetriebe 862 neue Lehrverträge abgeschlossen.
Positive Tendenzen zeichnen sich auch für dieses Jahr ab. So hofft Arp, dass das Handwerk viele freie Ausbildungsplätze mit geeigneten Bewerbern besetzen kann.