Glaser-Innung Schleswig-Holstein

Herbstinnungsversammlung der Glaser-Innung Schleswig Holstein am 10.11.2017

Die diesjährige Herbstinnungsversammlung in Neumünster war zur Freude von Landesinnungsmeister Michael Schulze mit 34 Teilnehmern gut besucht.

Besonders in den Vordergrund rückte  Lim Schulze in seinem Bericht den Nachwuchs des Glaserhandwerks. Vor kurzem haben 2 wichtige Veranstaltungen für den Fachkräftenachwuchs stattgefunden. Die Freisprechungsfeier auf dem Priwall fand am 01.09.2017 statt und war mit ca. 100 Personen wieder gut besucht. Mit ihrem feierlichen Rahmen stellt diese Veranstaltung eine positive Imagewerbung für das Glaserhandwerk dar.

Die zentrale Einschreibungsfeier der Kreishandwerkerschaft Mittelholstein hat am 28.09.2017 in Bad Segeberg stattgefunden. Die neuen Glaser-Azubis sind dieses Jahr erstmalig mit Azubi T-Shirts ausgestattet worden.  LIM Schulze bedankte sich bei den Kollegen, die ihre Azubis zu der Einschreibungsfeier geschickt haben und selbst vor Ort gewesen sind. Mit knapp 700 Gästen wird den neuen Azubis jedes Jahr ein toller Empfang für Ihren Start in die Lehre bereitet.

Für seine 50-jährige Innungsmitgliedschaft überreicht LIM Schulze Heinz Rank feierlich die Ehrenurkunde der Innung. Heinz Rank hat in München im Juni 1952 eine Gesellenprüfung abgelegt. Am 06.04.1967 legte er die Meisterprüfung ab und gründete im Mai 1967 mit seiner Frau in Neumünster eine Glaserei. Im gleichen Monat trat er auch der Glaser-Innung bei. Bis in die 90er-Jahre war Heinz Rank bei der Handwerkskammer Lübeck im Prüfungsausschuss für Gesellen- und Meisterprüfung. Er war zeitweise auch Stv. Landesinnungsmeister und Stv. Prüfungsausschussvorsitzender. LIM Schulze bedankte sich für sein ehrenamtliches Engagement und hob hervor, dass eine 50-jährige Innungsmitgliedschaft schon etwas ganz besonderes ist.

Das Internetportal der Kreishandwerkerschaft Mittelholstein www.handwerk-mittelholstein.de läuft gut. LIM Schulze berichtet, dass das Portal nun auch öffentlich beworben werden soll. Die Profilseiten sind für die Innungsbetriebe eine attraktive Möglichkeit für eine Präsenz im Internet; dem Medium, das heute insbesondere die Nachwuchskräfte anspricht.

Apropos Nachwuchs; Der Meisterkurs Teil I und II verläuft mit aktuell 12 Teilnehmern gut.

Wie jedes Jahr ist die Innung um die Fort- und Weiterbildung Ihrer Mitglieder bemüht. So hat am 02.03.2017 ein Seminar mit Hoog & Sohn stattgefunden und am 14.03.2017 ein Seminar mit Frerichs Glas. Am 12.12.2017 wird es ein Seminar mit Pauli & Sohn geben. Vormittags wird das Thema Glanzglas behandelt und nachmittags das Thema Französische Balkone und einseitig gehaltene Vordächer. Für das Frühjahr 2018 soll es erneut ein UV-Kleber-Seminar geben. Mehr lesen Sie hier    


Freisprechungsfeier 2017

„18 Lehrlinge aus Schleswig-Holstein von Ihrer Lehrzeit freigesprochen“ Feierliche Freisprechungsfeier in Lübeck-Travemünde

18 Lehrlinge der Glaser-Innung Schleswig-Holstein wurden am 01.09.2017 von ihrer Lehrzeit freigesprochen, davon sechs die ihre Prüfung bereits im Winter 2016/2017 erfolgreich ablegten. Das beste Gesamtergebnis erzielte Sebastian Thoms aus Büdelsdorf . Die beste praktische Prüfung legte Kilian Tiedeken aus Lübeck  ab. An der Freisprechungsfeier nahmen rund 120 Gäste in der Berufsbildungsstätte Travemünde der Handwerkskammer Lübeck auf dem Priwall /Lübeck – Travemünde teil.

Traditionell mit den Worten „In Ehrbarkeit, In Gerechtigkeit, In Wahrhaftigkeit“ vor der geöffneten Innungslade der Glaser-Innung aus dem Jahre 1605 eröffnete Landesinnungsmeister [LIM] Michael Schulze die diesjährige Feierstunde. „Unsere Zukunft sitzt heute hier, so LIM  Schulze beginnend. Das Glaserhandwerk braucht gut ausgebildete Gesellen, um den täglichen Anforderungen gerecht zu werden. Ein Garant hierfür ist das duale Ausbildungssystem in Deutschland, welches weltweit eine große Anerkennung genießt. 

Das Glaserhandwerk wird sich weiter spezialisieren. Fachkräfte werden immer gesucht, die die neuen An- bzw. Herausforderungen „meistern“ werden. Die Perspektiven im Handwerk für einen sicheren uns auskömmlichen Arbeitsplatz sind so gut wie seit Jahren nicht mehr, so Schulze weiter.

„Vertrauen Sie auf ihr Können und ihr Wissen, was Sie in den vergangenen drei Jahren gelernt haben. Nutzen Sie ihre Stärken und Kompetenzen und entwickeln Sie sich weiter. Gehen Sie mit der Zeit“, so Thorsten Freiberg, Präsident Handwerk Schleswig-Holstein e.V., und denken Sie immer daran, der Kunde steht im Mittelpunkt. Der Kunde muss sich auf Sie verlassen können, sonst wird er sich das nächste Mal an einen Konkurrenten wenden. Wenn er aber mit ihnen zufrieden ist, wird er ihnen sehr lange treu bleiben und sie weiterempfehlen.

1. Landessieger: Sebastian Thoms, Fa.: Clausen-Seeger & Manfred Seeger GbR, Büdelsdorf                   

2. Landessieger: Kilian Tiedeken, Fa.: Glaserei Schulz, Inh. M. Thabe, Lübeck

3. Landessieger: Lucas Bolton, Fa.: Glas & Bilder Teske GmbH, Kiel

Für seine gute Leistung zeichnete LIM Schulze Sebastian Thoms mit einer Stehle aus.

Die drei Prüfungsbesten erhielten für ihre Leistungen einen Buchpreis.

Alle Junggesellen/-in aus Schleswig-Holstein wirkten richtig stolz, glücklich oder erleichtert als Sie endlich ihre Abschlusszeugnisse des Handwerks und der Berufsschule in den Händen hielten.

Eine Notiz am Rande: Zwei Lehrlinge erlangten mit der erfolgreichen Gesellenprüfung den mittleren Schulabschluss.

Die Gäste nutzten die Gelegenheit sich die Gesellenstücke sowie Werkstätten anzuschauen.

Freisprechung 2017


Wie gewohnt kam der informative Teil auf der Versammlung nicht zu kurz. So hielt Referent: Dipl.-Ing. Stefan Brundert von der Harald Brundert GmbH einen interessanten Vortrag zum Thema „Fenster und Türensicherheitsbeschläge, Einbruchschutz“. Mehr lesen Sie hier

Rentenberater Thomas Bastian hielt einen Vortrag zu dem Thema „Absicherung gegen Krankheit, Unfall und Invalidität als aktiv selbständiger Handwerksmeister, Gestaltung der Absicherung – gesetzlich oder privat“.Mehr lesen Sie hier

Rain Ulrike Petter von der Kreishandwerkerschaft Mittelholstein brachte die Mitglieder zu dem Thema „Neue Regelungen im Mängelgewährleistungs- und Bauvertragsrecht“ auf den neuesten Stand. Ab 01.01.2018 gibt es einige Neuerungen in der kaufrechtlichen Mängelhaftung und dem Werkvertrags- und Bauvertragsrecht.

Hintergrund der Neuregelungen war, dass das geltende Werkvertragsrecht mit Blick auf die unterschiedlichen Vertragsgegenstände sehr allgemein und abstrakt gehalten ist. Für komplexe auf längere Erfüllungszeit angelegte Bauverträge sind aktuelle Regelungen häufig nicht detailliert genug. Wir möchten für Sie einige der Neuerungen herausgreifen. Zu einer wesentlichen Verbesserung der Situation des Auftragnehmers führt die Neuregelung des § 439 BGB. Bisher ist es so, dass der Werkunternehmer, der mangelhaftes Baumaterial gekauft und dieses in Unkenntnis des Mangels beim Kunden eingebaut oder angebracht  hat, dem Kunden gegenüber aus dem geschlossenen Werkvertrag zum Ausbau der mangelhaften und zum Einbau mangelfreien Baumaterial verpflichtet ist. Von dem Verkäufer kann er dagegen nach geltendem Recht nur die Lieferung neuen, mangelfreien Baumaterials fordern. Die Kosten für den Ein- und Ausbau des neuen Materials trägt bisher der Werkunternehmer. Durch Neuregelung kann der Werkunternehmer, für Verträge, die ab 01.01.2018 geschlossen werden,  bei Einbau einer mangelhaften Sache beim Kunden, die Aus- u. Einbaukosten und die Lieferung neuen Materials vom Hersteller verlangen. Eine gesetzliche AGB-Festigkeit der Regelung wurde allerdings nicht geregelt.

Weitere Neuerungen gibt es u.a. im Bereich der Abschlagszahlungen. Diese sollen sich künftig am Wert der erbrachten Leistung orientieren; aktuell wird für die Bemessung der Abschlagshöhe auf den Wertzuwachs abgestellt. Die fiktive Abnahme (§ 640 II BGB) steht auch bei wesentlichen Mängeln fest, wenn der Besteller die Abnahme nicht unter Angabe von Mängeln verweigert. Soll heißen: Wenn  sich der Kunde auf die Aufforderung zur Abnahme hin nicht rührt, also keine Mängel rügt/vorträgt, gilt das Werk als abgenommen. Ferner wurde eine Definition des Bauvertrages als Unterfall des Werkvertrages mit speziell für diese Vertragsform geltenden Regelungen mit in das Werkvertragsrecht aufgenommen. Auch die Regelungen zum Verbraucherbauvertrag sind neu.

Achtung:      

Einen guten Überblick können Sie sich als Innungsbetrieb auf dem Seminar „neues Mängelgewährleistungs- und Bauvertragsrecht“ der Kreishandwerkerschaft Mittelholstein verschaffen.                                                                                               
Wann: 09.11.2017, 09:00-12:00 Uhr,                                                                                                    

Wo: Haus des Handwerks, Hamburger Str. 24, 23795 Bad Segeberg,                          
Referent: Rechtsanwalt u. Fachanwalt f. Bau- u. Architektenrecht Michael Simon verschaffen. 

Die Versammlung nahm bei einem gemeinsamen sommerlichem Grillbuffet ihren Ausklang. 


Umgang mit asbestbehafteten Kitt

Empfehlungen des BIV

Seit einiger Zeit wird im Glaserhandwerk intensiv und spekulativ über den Umgang mit asbestbehafteten Kitt diskutiert. Nun hat der Bundesinnungsverband des Glaserhandwerks den aktuellen Sachstand und die rechtlichen Anforderungen hinsichtlich des Umgangs mit asbestbehafteten Kitt zusammengefasst. 

Mehr dazu lesen Sie im internen Bereich.

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